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Demo in Köln: "Lasst die Lindenstraße leben!" - Fans gehen für die Serie auf die Straße

Ende 2018 beschloss die ARD das Ende der "Lindenstraße". Das wollen die Fans nicht auf sich sitzen lassen - und rufen für kommenden Samstag zur Demo auf. 

Lindenstraße

Bereits im Januar demonstrierten Fans gegen die Absetzung der "Lindenstraße"

DPA

So kannten wir Marie-Luise Marjan noch gar nicht. Die sonst so umgängliche Darstellerin der Mutter Beimer aus der "Lindenstraße" war im vergangenen November außer sich. Gerade hatte die ARD das Ende der Serie für 2020 verkündet. Das fand die Schauspielerin verständlicherweise wenig amüsant - und machte eine Kampfansage Richtung ARD: "Dass es nun enden soll, wollen wir uns eigentlich nicht gefallen lassen – Kult schafft man nicht ab!", sagte Marjan damals der "Bild"-Zeitung.

Das sehen die Fans der Serie offenbar auch so. Zumindest regt sich mittlerweile Protest gegen die geplante Absetzung der seit 1985 gesendeten Soap. Bereits am 19. Januar dieses Jahres gingen Anhänger der "Lindenstraße" in Köln auf die Straße, um ihrem Ärger lautstark Luft zu machen. Die Veranstaltung führte bei den Programmverantwortlichen der ARD jedoch keinen Meinungsumschwung herbei. Was vielleicht auch an der Zahl der Teilnehmer lag: Lediglich 200 Menschen versammelten sich am Fuße des Doms, um für den Fortbestand ihrer Serie zu trommeln. Eine Massenbewegung ist das nicht.

Die "Lindenstraße" hat ein großes Stammpublikum

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"Lass die Lindenstraße leben!", fordern die Fans der Serie - und rufen zur Demo in Köln auf.

Doch die Anhänger lassen nicht locker. Diesmal wollen Fans aus ganz Deutschland nach Köln reisen, um das Unvermeidliche doch noch abzuwenden: das Aus ihrer Lieblingsserie. Unter dem Motto "Lasst die Lindenstraße leben!" rufen sie am Samstag, 13. April, alle Gleichgesinnten dazu auf, mit ihnen den Unmut über die Entscheidung der ARD zum Ausdruck zu bringen. 

Ihre Argumente: Die Serie verfüge nach wie vor über ein Stammpublikum von rund zwei Millionen Zuschauern, dazu kämen jüngere Zuschauer, die sich die Folgen im Netz anschauten. Zudem sei es eine der wenigen Produktionen, die mehrere Generationen vor dem Fernseher versammele. Finanzielle Gründe für das Aus wollen sie nicht gelten lassen. So habe die "Lindenstraße" in der Vergangenheit bereits Kosten gespart.

Die Demonstration startet um 16.00 Uhr am Neumarkt und führt durch die Innenstadt zum Bahnhofsvorplatz. Gegen 18.00 Uhr soll dort die Abschlusskundgebung beginnen. Organisiert wurde der Protest über eine deutschlandweite Facebook-Gruppe. Ob das dazu führt, dass diesmal mehr Menschen auf die Straße gehen? Zweifel sind angebracht: Bislang hat diese Gruppe weniger als 200 Mitglieder.

Quellen: "Bild"-Zeitung, Facebook

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