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TV-Kritik

"Sing meinen Song": Trauerarbeit beim Tauschkonzert: Paddy Kelly schreit den Kummer über seinen Vater heraus

Einen derart emotionalen Ausbruch hat es bei "Sing meinen Song" bislang nicht gegeben: Ein kaum bekanntes Lied von Milow weckte bei Paddy Kelly Erinnerungen an seinen verstorbenen Vater - und brachte ihn dazu, seinen Schmerz herauszuschreien.

"Sing meinen Song"

Bewegende Szene bei "Sing meinen Song": Eine halbe Minute lang hielten sich Milow und Michael Patrick Kelly im Arm.

TV Now

Es war die fünfte Folge der aktuellen Staffel von "Sing meinen Song", und niemand dürfte den dramatischen Verlauf vorausgeahnt haben, den diese Sendung genommen hat. Im Mittelpunkt stand das Werk von Milow. Ein hochtalentierte Songschreiber aus Belgien, der mit seinen Liedern selten aneckt. Im Gegenteil: Seine Musik kommt sehr radiotauglich daher. Die übrigen Teilnehmer hatten die Aufgabe, seine Songs zu interpretieren: Johannes Oerding, Paddy Kelly, Jennifer Haben, Jeanette Biedermann, Alvaro Soler und Wincent Weiss.

Auch der Sänger selbst lieferte bislang keinen Anlass für Kontroversen, denn die Person hinter den Songs kennen nur die Wenigsten: Milow, der mit richtigem Namen Jonathan Vandenbroeck heißt, hält sich und sein Privatleben weitgehend aus den Medien heraus. In der Show erzählte er von seinen Anfängen, wie keiner seine Musik veröffentlichen wollte und er deshalb sein eigenes Label gründete. Viel mehr, das wurde schnell klar, ließ er sich auch an diesem Abend nicht entlocken. Nichts, was nicht auch seinem Wikipedia-Eintrag zu entnehmen wäre.

Und so war es eine Challenge, die zunächst etwas Spannung in die Runde brachte. Jedes Mal, wenn der sympathische Belgier "unglaublich" sagte, mussten die Teilnehmer anstoßen und einen zusammen trinken. Es dauerte nicht lange, bis die sieben Musiker da erste Mal schluckten.

Milow erzählt bei "Sing meinen Song" wenig von sich

So wenig wie über die Person, erfuhr man auch über Milows Heimatland, mit dem die Teilnehmer vor allem zwei Dinge assoziierten: Pommes und Schlümpfe. Zu seinem Leidwesen wurde das Schlumpflied angestimmt - mehr als gequältes Lächeln viel Milow dazu nicht ein. "Wir sind Nachbarn, kennen uns aber nicht gut", resümierte der Belgier ein wenig resigniert.

Musikalisch wurden noch einmal die großen Hits gespielt. Johannes Oerding machte den Anfang mit "You dont know" - dem Song, mit dem auch Milows Karriere startete. Wincent Weiss knöpfte sich "You and me" vor, dessen Text auf manche Hörer verstörend wirken könnte. Alvaro Soler lieferte eine eigenständige Interpretation von "Lay your worry down". Die beste Performance des Abends lieferte Jeanette Biedermann: Sie verwandelte "Howling at the Moon" in einen düsteren, melancholischen Song. 

Dass die 39-Jährige dafür letztlich nicht ausgezeichnet wurde, lag an dem Trauer-Trio, das den Abend überschattete. Zunächst sang Jennifer Haben "Out of my Hands", einen Song über das Zuspätkommen und die Lehre, nichts wichtiges aufzuschieben - den sie ihrem kürzlich verstorbenen Opa widmete. Auch Milow beschäftigte dieses Thema - er spielte "Help", ein Lied, das er über seinen vor elf Jahren gestorbenen Vater schrieb. 

Paddy Kelly geht in Urschreitherapie

Als seien diese beiden Auftritte nicht schon deprimierend genug, setzte Michael Patrick Kelly dem Ganzen die Krone auf. Er fühlte sich durch Milows "Way up high", ein Lied, das Milow für seinen Vater geschrieben hat, an seinen eigenen Vater Dan Kelly erinnert, der vor rund 17 Jahren starb. Während seiner Darbietung steigerte sich das Mitglied der Kelly Family in seinen Schmerz hinein und schrie ihn aus sich heraus. Eine musikalische Urschreitherapie, die nicht ohne Wirkung auf die anderen Künstler blieb. Jeanette Biedermann hatte hinterher Tränen in den Augen. 

Milow hatte sofort verstanden - und drückte den Sänger unmittelbar nach Ende des Songs an sich. Die Umarmung schien nicht enden zu wollen, dauerte schließlich 30 Sekunden. Kelly kämpfte währenddessen mit den Tränen. "Heute Abend ist irgendwas passiert, was ich selbst noch nicht ganz verstehe", sagte er hinterher. "Irgendwas musste raus". Nicht nur bei ihm. Die Tatsache, dass gleich drei der anwesenden Sänger ihre Beziehung zu Vater und Großvater verarbeiteten, weist für Kelly auf ein grundsätzliches Problem hin: "Es kommt mir so vor, als wenn die Beziehung zum Vater nicht so gut läuft. Da ist etwas im Fundament von unseren Leben kaputt."

Was sich von "Sing meinen Song" nicht sagen lässt. Solange diese Show emotionale Momente wie diesen hervorbringt, ist im Fundament alles in Ordnung. So darf es gerne weitergehen.

"Sing meinen Song"
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(