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"Supertalent"-Trailer Das gequälte Lächeln des Thomas Gottschalk


Nur eine Woche nach seinem Wechsel zu RTL rührt Thomas Gottschalk bereits kräftig die Werbetrommel für die Castingshow "Das Supertalent". So richtig mag man ihm jedoch die Begeisterung für seinen neuen Job nicht abnehmen.

Auch eine Woche nach der Bekanntmachung fällt es schwer zu glauben: Thomas Gottschalk geht zu RTL. Und der Sender geht schnell zur Sache: In einem Trailer wirbt der bei der ARD in Ungnade gefallene Entertainer bereits für die Castings seiner neuen RTL-Show "Das Supertalent". Und das wirkt so unecht, dass man immer noch die erlösende Auflösung hinter einem großen Werbegag wähnt.

In schwarzem Sakko und grau-melierten Diesel-Shirt tritt Thomas Gottschalk in dem Trailer betont jugendlich und lässig vor die Kamera. "Wenn Sie jetzt zu Hause vor dem Fernseher sitzen und sich fragen 'Was, der Gottschalk beim 'Supertalent'?', sage ich: 'Und wo bleiben Sie?'," scherzt der neue Jury-Kollege von Dieter Bohlen und Michelle Hunziker. Und weist auf die letzten offenen Castings von RTLs Kuriositätenkabinett in Köln und Stuttgart hin: "Es wäre ein Jammer, wenn wir uns verpassen." Im Hintergrund sieht man die übliche "Supertalent"-Szenerie: applaudierende Zuschauer, Feuerschlucker, fliegende Artisten und sehr viel Konfetti.

Das RTL-Logo, der "Supertalent"-Schriftzug - so richtig mag das alles noch nicht zu dem Mann passen, den man nach zwei Jahrzehnten "Wetten, dass ..?" in erster Linie mit den Mainzelmännchen verbindet. Doch spätestens mit diesem Trailer und seiner Verpflichtung als "Supertalent"-Juror hat Gottschalk, der ewige Trash-TV-Kritiker, sein altes Image abgelegt. Von Authentizität keine Spur mehr: In dem Spot für den neuen Arbeitgeber wirkt er mit aufgesetztem Dauergrinsen und ausladender Gestik eher wie eine aufgezogene Werbefigur als von echter Begeisterung für die Show getrieben, gegen die er beim ZDF jahrelang angekämpft hat. "Ich bin bei jedem Spaß dabei und zusammen werden wir eine Menge davon haben", verspricht Gottschalk zum Ende des Videos. Dass man ihm diesen Spaß jedoch auch abnimmt, daran muss Gottschalk noch arbeiten.

kmi

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