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TV-Tipp 30.11.: "Tatort - Die Feigheit des Löwen": Der Fluch der Langsamkeit

Jeden Tag führt Sie der stern durch den TV-Dschungel. Heute tritt Wotan Wilke Möhring im "Tatort" gegen einen Terrorfürsten aus "Homeland" an.

Die Ermittler Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) und Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring r.) stürzen zusammen in der Kneipe ab.

Konferenz beim Bier: Katz (Sebastian Schipper) und die Kollegen Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) und Falke (Wotan Wilke Möhring,r.) diskutieren den Fall.

"Tatort - Die Feigheit des Löwen" 20:15 Uhr, ARD
Langsam, fast schon zart führt Regisseur Marvin Kren ("Rammbock", "Blutgletscher") die Zuschauer in die geheimnisvolle Welt einer deutsch-syrischen Familie ein: mit spärlichem, aber atmosphärischem Licht und wenig Gerede. Beeilung ist die Sache Krens nicht, was "Die Feigheit des Löwen" angenehm vom sonstigen "Tatort"-Einerlei abhebt. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Harun (Navid Negahban). Sein Bruder, der Arzt Nagib, hat ihn aus Syrien geholt und nun lebt der geheimnisvolle und wortkarge Mann bei seinen Verwandten, was der Familie nicht gerade gut tut.

Mit der Besetzung von Harun hat der Regisseur einen richtigen Kracher gelandet: Fans der US-Geheimdienstserie "Homeland" werden ihn kennen: In der ersten Staffel spielte er den Terrorfürsten Abu Nasir.

Das Anschauen lohnt. Zumindest wegen des starken Anfangs, der Knutschszene von Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) und Kollegin Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) sowie der Wiener Pathologin, die mit ihrer Kollegin Alberich aus dem Münster-"Tatort" ein hübsches Paar ergeben würde. Leider geht der Folge des BKA-Teams irgendwann der Wumms aus.

Ein TV-Tipp von Niels Kruse, Redakteur beim stern

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