HOME

"Wer wird Millionär?" bei RTL: Blitzgescheiter Kartoffelhändler gewinnt eine halbe Million

Dass nicht immer die dümmsten Bauern die dicksten Kartoffeln haben, hat der "Wer wird Millionär?"-Kandiat Christian Brückner eindrucksvoll bewiesen. Bis zur 500.000-Euro-Frage behielt der Markthändler die Nerven und beendete das Spiel besonnen, als er sich nicht mehr sicher war.

Eine Reise nach Peru, neue Stoßdämpfer für sein altes Auto und eine Eigentumswohnung: Seine Wünsche für die Zukunft sind ebenso besonnen und angemessen wie seine Spielweise bei "Wer wird Millionär?" (WWM). Dieser verdankt der Brandenburger Kartoffelhändler Christian Brückner immerhin 500.000 Euro. Bis zum Schluss behielt der 41-Jährige die Nerven und brach erst ab, als er sich nicht mehr hundertprozentig sicher war.

Dabei hätte er sogar die Antwort auf die Millionenfrage gewusst: Der Finder von einer Million Euro darf vom Gesetz her mit 30.010 Euro Finderlohn rechnen. Sein breites Allgemeinwissen verdankt Brückner seiner Leidenschaft fürs Lesen - und wohl auch einem abgebrochenen Geschichtsstudium. Sein Abitur holte der Ludwigsfelder auf dem zweiten Bildungsweg nach, die Universität war ihm zu abgehoben. Trotzdem ist der WWM-Gewinner, der seit elf Jahren Kartoffeln auf Berliner Wochenmärkten verkauft, der beste Beweis dafür, dass nicht nur Akademiker bildungstechnisch etwas auf dem Kasten haben.

Brückner liebt seine Arbeit und hat laut "Bild" derzeit nur eine Sorge: "Dass die Leute jetzt am Nachbarstand kaufen, weil sie denken, dass der es nötiger hat als ich."

Auch für RTL war die Sendung ein Erfolg: 2,37 Millionen und damit 18,5 Prozent aller 14- bis 49-Jährigen schalteten die Sendung laut Meedia ein. Insgesamt sahen 7,21 Millionen Zuschauer die Quizshow - so viele wie seit Januar nicht mehr. Damit lag "Wer wird Millionär?" am Montagabend im Quotenrennen vorne, gefolgt "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" und "Vermisst", die ebenfalls beide auf RTL liefen.

mlr
Themen in diesem Artikel