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"Bares für Rares": "25 Kilo massive Bronze" – diese Löwenskulptur entpuppt sich als Schatz

Eine alte Skulptur steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Während Porzellanfiguren im Preis stetig fallen, erzielen die beiden Bronzelöwen einen stolzen Preis - nicht nur wegen ihres Materials.

"Bares für Rares"-Experte Albert Maier begutachtet die Figur von Heinz Schulze und Marita Schreven. Moderator Horst Lichter (Mitte) schaut zu.

"Bares für Rares"-Experte Albert Maier begutachtet die Figur von Heinz Schulze und Marita Schreven. Moderator Horst Lichter (Mitte) schaut zu.

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"Da habt ihr aber ordentlich was geschleppt", sagt Moderator Heinz Lichter. Mit einer 25 Kilogramm schweren Bronzefigur kommen Heinz Schulze und Marita Schreven zu "Bares für Rares". "Das ist ein Erbstück meines Vaters", erklärt der Düsseldorfer zu der zweiteiligen Löwenskulptur. "Ich kann nur vermuten, dass er im Krieg damit bezahlt wurde. Mein Vater war Schuhmacher", sagt er. Bronze erzielt stolze Preise. Allein der Materialwert von Skulpturen kann sich dank des edlen Materials schnell auf mehrere hundert Euro summieren. Was ist die Figur von Schulze und Schreven wert?

"Ich bin hellauf begeistert von diesem muskulösen und vor Kraft strotzenden Löwenpaars", sagt "Bares für Rares"-Experte Albert Maier. Entworfen habe die Figur Professor August Heinrich Walger, ein bedeutender deutscher Künstler und Skulpteur. Anhand des Gießereistempels datiert Maier die Bronze auf das Ende des 19. Jahrhunderts. "Ich würde mal sagen um 1890." Die Figur sei aus Vollbronze gefertigt, Beschädigungen gebe es keine.

"Bares für Rares"-Experte übertrifft Wunschpreis

"Wir hätten gerne einen Groschen pro Gramm, also fünf Cent", sagt Verkäufer Schulze. Das entspreche 1250 Euro. Doch Maier geht höher. "Ich finde ihre Bronze sehr imposant, sehr gewaltig, sehr gut ausgeführt, sehr selten", schwärmt er. Deshalb liege sein Schätzpreis bei 1500 Euro.

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

Auch im Händlerraum löst die Skulptur Begeisterung aus. Die Gebote starten allerdings relativ niedrig. "Ich biete 500 Euro", sagt Roman Runkel. Esther Ollick erhöht auf 600 Euro. Doch bei den Verkäufern löst das nur ein mildes Lächeln aus. Erst bei 1000 Euro von Julian Schmitz-Avila wird es interessant. Es kommt zum Bieterduell zwischen ihm und Fabian Kahl. Bei 1650 Euro steigt Schmitz-Avila aus. Kahl erhält den Zuschlag.

Die Verkäufer Heinz Schulze und Marita Schreven sind glücklich. Sie haben 150 Euro mehr erhalten als die Expertise ergeben hat. "Besser hätte es nicht laufen können."

mai
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