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"Bares für Rares" "Waldi" ausgebufft - diesen Fehler machen die Verkäufer im Händlerraum

"Bares für Rares"-Händler Walter "Waldi" Lehnertz nimmt den Kaugummiautomaten in Augenschein. Susanne Steiger, Markus Wildhagen, Fabian Kahl und Christian Vechtel bleiben sitzen.
"Bares für Rares"-Händler Walter "Waldi" Lehnertz nimmt den Kaugummiautomaten in Augenschein. Susanne Steiger, Markus Wildhagen, Fabian Kahl und Christian Vechtel bleiben sitzen.
© ZDF
Ein alter Kaugummiautomat steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Händler Walter "Waldi" Lehnertz möchte das Gerät so günstig wie möglich haben und verleitet die Verkäufer zu einem taktischen Fehler.

"Freunde konnten sich in unserem Flur Kaugummi ziehen." Vanessa Sohn und Horst Jung kommen mit einem alten Kaugummiautomaten zu "Bares für Rares". "Den habe ich damals im Internet ersteigert", verrät die Kerpenerin. Jahrelang hing das blaue Schmuckstück in der Wohnung der beiden. Nach einem Umzug soll es jetzt verkauft werden.

"Der sieht aus wie neu", wundert sich "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter. Das liegt daran, dass das Gerät beim Erwerb noch original verpackt war und niemals an einem Geschäft oder einer Hauswand hing. "Dieser Kasten ist fast unberührt", bestätigt auch Experte Detlev Kümmel. Selbst die Originaldokumente des Herstellers Sielaff seien vorhanden.

Kümmel öffnet den Automaten und zeigt dessen Funktionsweise. Nach dem Einwurf eines 50-Pfennig-Stückes konnte die Schublade geöffnet und ein Kaugummipäckchen der Firma Wrigley's entnommen werden. "Ich dachte erst, das Gerät stammt aus den 80er Jahren", erklärt Kümmel. Doch der Automat sei zwischen 1960 und 1969 hergestellt worden. "Der ist auch noch für die alten Päckchengrößen gedacht."

Die Verkäufer wünschen sich einen Preis zwischen 350 und 400 Euro. Experte Kümmel geht sogar etwas höher. Aufgrund des hervorragenden Zustandes seien 400 bis 500 Euro machbar. Lichter ist sicher: "Den wollen Sammler unbedingt haben." Doch was sagen die Händler zu dem Automaten?

Frage von "Bares für Rares"-Händler führt zu Taktikfehler

"Der ist wie neu", sagt Markus Wildhagen. Auch Walter "Waldi" Lehnertz ist an dem Automaten interessiert und startet mit 80 Euro – seinem Lieblingsgebot. Er will wissen, was Verkäuferin Sohn bezahlt hat. Die macht einen taktischen Fehler und verrät: "Ich habe 120 Euro dafür ausgegeben." "Waldi" bietet exakt den Einkaufspreis. "Damit gehst du plus minus Null raus", versucht er die Verkäufer zu überzeugen. Doch Christian Vechtel funkt dazwischen und bietet 150 Euro. "Waldi" muss nachlegen. Bei 280 Euro denkt er, das Höchstgebot erreicht zu haben. Doch Vechtel überbietet ihn auch dieses Mal. Für 350 Euro geht der Automat an den Kunsthändler aus Münster.

Verkäufer Jung freut sich, das Gerät nicht mehr nach Hause schleppen zu müssen. Die Summe hat das Paar auch schon verplant: "Das Geld wollen wir in unser Haus investieren."

mai

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