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Horst-Lichter-Show: "Eine Sensation" - Ein-Euro-Flohmarktfund erzielt bei "Bares für Rares" Hammerpreis

"Ich habe nur einen Euro bezahlt." Mit einem Teller, von dem er nicht weiß ob er aus Silber ist, kommt Jürgen Reinwald zu "Bares für Rares". Das Stück entpuppt sich in der Show von Horst Lichter als echte Rarität.

Bares für Rares

"Bares für Rares"-Experte Albert Maier (l.) erläutert Horst Lichter und Verkäufer Jürgen Reinwald (r.) die Geheimnisse des Tellers

ZDF

Ein Flohmarktfund sorgt bei "Bares für Rares" für Aufregung. In der Sendung vom Donnerstag bringt Verkäufer Jürgen Reinwald aus Hirschhorn einen Silberteller zu Moderator Horst Lichter. "Ich weiß nicht, ob er aus Silber ist oder nur versilbert", sagt der Bankkaufmann unsicher. Erstanden hat er das Stück auf dem Flohmarkt für nur einen Euro. "Wenn er nur versilbert ist, will ich 50 Euro, wenn er aus Silber ist, vielleicht 100 Euro", sagt Reinwald. Doch bei seiner Schätzung liegt er gewaltig daneben.

"Es handelt sich hier nicht um 925er Sterling-Silber", klärt "Bares für Rares"-Experte Albert Maier auf und zeigt die Stempelmarken auf dem Objekt. Doch dann kommt die Überraschung: "Es ist 958,3-Silber zu 1000", sagt Meier - eine viel höhere und wertvollere Legierung. Der Teller stamme aus England und sei 1840 gefertigt worden. "So alt ist der schon?"“, staunt Horst Lichter und attestiert Reinwald einen "Mörder-Schnapper auf dem Trödelmarkt". Doch das ist noch nicht alles.

"Bares für Rares"-Experte ist begeistert

Maier erklärt das Wappen auf dem Teller mit dem Sinnspruch "Ein Schuft, der Schlechtes dabei denkt". "Das ist das Wappen des englischen Hosenbandordens, dem höchsten Ritterorden des Vereinigten Königreichs in dem heute noch die Queen Mitglied ist", sagt Maier. Der Teller habe vermutlich mal einem Mitglied dieses Ordens gehört. "Jetzt bin ich doch platt", sagt Reinwald über seinen Flohmarktfund. "Das ist eine Sensation", ist sich auch Lichter sicher. Doch schlägt sich das auch auf den Preis nieder?

"Der reine Materialwert liegt bei 200 Euro", sagt Maier. Doch da der Teller über 150 Jahre alt sei und dem Hosenbandorden zuzuordnen sei, taxiere er den Schätzpreis auf 500 Euro. Das Stück ist somit das 500-fache von dem Wert, was der Verkäufer dafür bezahlt hat. "Jetzt bloß nicht zu weit runterhandeln lassen", sagt Lichter und übergibt Reinwald die Händlerkarte.

Bankkaufmann erzielt 300 Prozent Gewinn

"Albert Maier war begeistert", erklärt Reinwald den Händlern. "Ja wir sind das auch, nur dürfen wir das nicht so zeigen", sagt Wolfgang Pauritsch und startet mit einem Gebot von 200 Euro. Auch Walter "Waldi" Lehnertz ist interessiert und legt 20 Euro drauf. Es entsteht ein kleines Bietergefecht zwischen den beiden. Schließlich bietet Lehnertz 300 Euro. "Das ist eine Menge", sagt Pauritsch und geht nicht mehr darüber. "Sind sie damit einverstanden?", fragt "Waldi". Der Verkäufer zögert, doch willigt schließlich ein.

300 Prozent Gewinn hat der Bankkaufmann mit seinem Flohmarktfund gemacht. Eine Rendite, von der Sparer nur träumen können.

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mai