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"Bares für Rares": "Die älteste Uhr, die wir jemals hier hatten" - kuriose Rarität erzielt Wahnsinnspreis

Eine ganz besondere Uhr weckt bei „Bares für Rares“ das Interesse der Händler: Verkäufer Hans-Dieter Gardeweg kommt mit einer Reise-Sonnenuhr zu Horst Lichter. Die entpuppt sich als echtes Schätzchen.

Bares für Rares

"Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek und Moderator Horst Lichter begutachten die Reise-Sonnenuhr von Verkäufer Hans-Dieter Gardeweg

ZDF

Diese Uhr hat Geschichte: Mehr als 250 Jahre ist das Stück alt, das Verkäufer Hans-Dieter Gardeweg am Montag zu „Bares für Rares“ bringt. Der pensionierte Kriminalbeamter will eine handgefertigte Reise-Sonnenuhr verkaufen. Horst Lichter staunt nicht schlecht, als er das seltene Exemplar sieht. „Das ist die älteste Uhr, die wir jemals hier hatten“, ist sich der Moderator sicher. Doch was ist das Stück wert?

Experte Sven Deutschmanek erklärt zunächst die Funktionsweise der Reise-Sonnenuhr. Mit Hilfe des eingebauten Kompass wurde die Uhr gen Norden ausgerichtet. Anhand einer Liste mit unterschiedlichen Orten und Breitengraden wurde der Neigungswinkel bestimmt, auf den die Uhr eingestellt wurde. Fiel Sonnenlicht darauf, konnte der Besitzer dann die korrekte Uhrzeit ablesen.

"Bares für Rares"-Experte von Reise-Sonnenuhr begeistert

"Ich schätze, dass die Uhr 1750 gefertigt wurde, vielleicht sogar 1740", erklärt Deutschmanek. Nur wenige Handwerker in Europa seien damals in der Lage gewesen, ein solches Stück herzustellen. Die Uhr stamme von Ludwig Theodor Müller aus Augsburg. "Sie ist besonders, weil sogar die Gebrauchsanleitung und das Original-Etui erhalten sind“, sagt der „Bares für Rares“-Experte.

Verkäufer Gardeweg hat eine klare Preisvorstellung. „Tausend Euro will ich schon dafür“, sagt er zu Lichter über die Uhr, die sich seit über 50 Jahren in seinem Besitz befindet und ein Erbstück ist. Damit liegt er nicht weit weg vom Schätzpreis: „Ich schätze die Uhr auf 800 bis 1000 Euro“, sagt Experte Deutschmanek.

"Ich dachte, ich muss sie wieder mit nach Hause nehmen"

Im Händlerraum starten die Gebote trotzdem sehr verhalten. "Ich möchte beginnen mit 200 Euro", sagt Wolfgang Pauritsch. Walter "Waldi" Lehnertz bietet mit und steigert das Gebot auf 360 Euro. Doch bei 650 Euro von Julian Schmitz-Avila ist Schluss. Doch dafür möchte Gardeweg nicht verkaufen. „800 Euro wären schon angemessen“, sagt er. „Zäher Verhandlungspartner“, konstatiert Schmitz-Avila, willigt aber ein.

„Ich hatte bis zum Schluss gedacht, das wird nix mehr und ich nehme die Uhr wieder mit nach Hause“, erklärt Gardeweg nach dem Verkauf. Doch jetzt kann er sich über 800 Euro für seine Reisekasse freuen.

mai