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"Bares für Rares": Kuh-Gemälde war ein Geschenk – bei der Expertise entpuppt es sich als holländisches Meisterwerk

Fünf Kühe auf der Weide: Dieses Gemälde soll bei "Bares für Rares" verkauft werden. Bei der Expertise stellt sich heraus, dass der Maler ein holländischer Meister war – mit erheblichen Auswirkungen auf den Preis.

"Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz und Moderator Horst Lichter begutachten das Kuhbild von Paul Bremer und Michael Geuther.

"Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz und Moderator Horst Lichter begutachten das Kuhbild von Paul Bremer und Michael Geuther.

ZDF

"Mir gefällt's", sagt Moderator Horst Lichter über das Gemälde, das Paul Bremer und Michael Geuther bei "Bares für Rares" verkaufen möchten. "Das hat meine Schwiegermutter von ihrem verstorbenen Arbeitgeber vermacht bekommen. Sie war dort Haushälterin", sagt Geuther über die Herkunft des Bildes. Es zeigt als Motiv fünf Kühe auf der Weide. Klingt wenig beeindruckend – doch das Gemälde ist ein echtes Meisterwerk.

"Es ist ein fantastisches Bild, weil es uns das Landleben näher bringt", sagt Experte Colmar Schulte-Goltz. Es sei zwar nur ein "Ausblick auf fünf Rindviecher", doch von der Machart her sei das Ölgemälde hervorragend gemacht. Der Maler sei Johannes Hubertus Leonardus de Haas gewesen, ein Holländer, der für seine Tierdarstellungen am Ende des 19. Jahrhunderts in ganz Europa berühmt gewesen sei. "Ein Meister seines Fachs." Seine Bilder seien Bestseller gewesen.

Obwohl die beiden Verkäufer den Wert des Gemäldes nicht kennen, haben sie einen Wunschpreis. "Wir haben zwar keine Ahnung, aber 1000 Euro wäre schön", sagt Geuther. Doch Schulte-Goltz liegt mit seiner Expertise weit darüber. "Das Bild ist gut verkäuflich", sagt der Experte. Es müsse zwar gereinigt werden, weise aber sonst keine Beschädigungen auf. "Deshalb liege ich hier bei 2700 bis 3100 Euro." Ein sensationeller Preis für die "Rindviecher".

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

"Bares für Rares"-Händler startet mit 200 Euro pro Kuh

Auch die Händler finden Gefallen an dem Bild. "Die Kühe sind super gemalt. Das macht richtig Spaß, das anzugucken", sagt Julian Schmitz-Avila. Das erste Gebot macht David Suppe. "Ich gebe ihnen 200 Euro pro Kuh", sagt er – also 1000 Euro. Doch auch Schmitz-Avila will das Gemälde. Es kommt zum Bietergefecht. Bei 2000 Euro sagt Suppes: "Das ist mein letztes Angebot." Sein Konkurrent überbietet ihn mit 2100 Euro, doch die Verkäufer pokern. Schließlich geht das Meisterwerk für 2250 Euro an Schmitz-Avila.

Die Verkäufer sind glücklich über den "Kuhhandel". Die Verhandlungen seien am Anfang zäh gewesen. "Die Expertise wurde zwar nicht ganz erreicht, aber wir sind trotzdem zufrieden."

mai