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"Bares für Rares" Paar entdeckt "Präsidenten"-Lampe bei Haushaltsauflösung – die Händler wundern sich

"Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek nimmt die Leuchte von Ehepaar Janes in Augenschein. Moderator Horst Lichter bringt die Herkunft des Stückes in Erfahrung.
"Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek nimmt die Leuchte von Ehepaar Janes in Augenschein. Moderator Horst Lichter bringt die Herkunft des Stückes in Erfahrung.
© ZDF
Das edle Stück wollte niemand mehr haben: Eine Designer-Leuchte aus einer Haushaltsauflösung weckt bei "Bares für Rares" das Interesse der Händler. Die wundern sich über einen Umstand ganz besonders.

"Wir durften mitnehmen, was wir wollten." Die Hilfsbereitschaft von Gerd und Ria Janes aus Erftstadt wurde belohnt. Das Ehepaar bekam bei einer Haushaltsauflösung eine Tischlampe geschenkt. "Die sieht wie neu aus", sagt Moderator Horst Lichter über die Leuchte, die offenbar sehr pfleglich behandelt wurde. Die Lampe entpuppt sich als edles Designerstück, das noch heute beliebt ist.

"Das ist eine Kaiser Idell Leuchte mit der Modellnummer 6631-T", klärt "Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek auf. Umgangssprachlich werde sie auch "Präsidenten"-Lampe genannt, da sie oft auf Schreibtischen von wichtigen Personen zu finden war und ist. Der Designer sei Christian Dell gewesen, der für das Bauhaus tätig gewesen sei. "Die Leuchte ist so beliebt, dass sie heute wieder neu aufgelegt wurde", sagt Deutschmanek. Das Stück von Ehepaar Janes sei vermutlich in den 60er Jahren gefertigt worden. "Es ist ein Original."

"Bares für Rares"-Experte: Original ist günstiger als Neuauflage

300 bis 400 Euro hätten die Verkäufer gerne für ihre Designerleuchte. Die Expertise von Deutschmanek liegt etwas darüber. "Wer die Lampe heute neu kauft, muss zirka 600 Euro bezahlen", sagt er. Das alte Modell werde um die 400 bis 450 Euro gehandelt. Warum das Original weniger wert ist als Replika-Modelle, beschäftigt auch den Händlerraum.

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

Dass die Reproduktionen teurer seien, wundert Susanne Steiger. Doch Daniel Meyer klärt auf, dass das fast immer so sei. "Es ist viel aufwendiger, diese Qualität heute herzustellen. Deswegen kosten Reproduktionen – egal aus welchem Bereich – fast immer mehr", sagt er. Die Lampe der Janes' sei aber ein "schöner, toll erhaltener Designklassiker". Das Startgebot macht Fabian Kahl mit 200 Euro. "Zu wenig", findet Meyer und bietet 350 Euro an und korrigiert sich auf 400. Doch Thorsden Schlößner überbietet ihn und erhält für 500 Euro den Zuschlag.

"Schön, dass die Lampe in diesem Zustand von den Händlern gewürdigt wurde", sagt Verkäufer Janes. Von dem Erlös will das Paar die Freunde einladen, denen sie bei der Haushaltsauflösung halfen. "Davon gehen wir schick essen."

mai

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