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"Bares für Rares" "Mein Chef wollte es entsorgen" – Riesenbär von Haribo ist mehr wert als gedacht

"Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek und Moderator Horst Lichter bestaunen den Riesenbär von Stefan Möller
"Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek und Moderator Horst Lichter bestaunen den Riesenbär von Stefan Möller
© ZDF
Er sollte auf dem Müll landen: Ein großes Verkaufsdisplay in Bärenform von Haribo steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Das gelbe Teil bringt mehr, als Verkäufer und Experte schätzen.

Uhren, Silberschmuck, Möbel: Bei "Bares für Rares" steht oft Antikes zum Verkauf. Doch nicht immer sind es Stücke, die allein aufgrund ihres Alters wertvoll sind. So wie der riesige Plastikbär, den Stefan Möller in die Show bringt. "Wo hast du das Teil denn her?", will Moderator Horst Lichter von dem 27-Jährigen wissen. "Mein Chef wollte ihn entsorgen", erklärt Möller. Doch er habe das Haribo-Verkaufsdisplay vor dem Müll gerettet. "Für meine Wohnung ist er allerdings zu groß", erklärt der Verkäufer. Deshalb soll er jetzt weg. Aber ist das sperrige Teil überhaupt etwas wert?

"Haribo kennt jeder. Hans Riegel aus Bonn hat die Gummibärchen erfunden", sagt "Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek. Der Goldbär aus Plastik stand in Supermärkten. "Im Bauch war dann Platz, um die vielen Produkte der Firma zum Verkauf anzubieten", erklärt der Experte den Verwendungszweck. Vermutlich stamme das Display aus den 90er Jahren. Ein Detail verrät das ungefähre Alter: "Die rote Schleife um den Hals des Bären gab es erst ab 1989."

"Was hättest du gerne dafür?", fragt Lichter den Verkäufer, der Geburtstag hat. "Die berühmten 80 Euro wären gut. Also ein Waldi." Doch der Experte liegt mit seiner Schätzung sogar darüber. "Es gibt ein bisschen mehr, 150 Euro", sagt Deutschmanek.

Bär weckt bei den "Bares für Rares"-Händlern Kindheitsträume

Auch im Händlerraum gibt es Goldbärenfreunde. "Ein Kindertraum aus Plastik", nennt David Suppes den Riesenbären. "Man könnte ein kleines Kinderbett daraus bauen", fantasiert Daniel Meyer. Verkäufer Möller verrät die Expertise in Höhe von 150 Euro. "Die gebe ich ihnen", sagt Julian Schmitz-Avila. Denn ein Kiosk in seiner Heimat Bamberg wolle ihm ein ähnliches Stück seit Jahren für 250 Euro andrehen. Elke Velten-Tönnies überbietet ihn allerdings mit 180 Euro. Doch Schmitz-Avlia will den Bären haben. Für 200 Euro erhält er den Zuschlag. Da der Verkäufer Geburtstag hat, bekommt er von allen Händlern noch je zehn Euro obendrauf – macht 250 Euro.

Sehen Sie im Video: "Bares für Rares" – fünf spannende Fakten zur Antiquitätenshow. "Bares für Rares" ist einer der Quotenerfolge im Nachmittagsprogramm. Die von Horst Lichter moderierte Sendung lockt täglich Millionen Menschen vor die Bildschirme. Fünf Fakten zur kultigen "Trödelshow":  Rekordsumme: Die teuerste Antiquität Der höchste Preis, der in der Sendung je erzielt wurde, liegt bei 42.000 Euro. Und zwar für ein diamantbesetztes Kreuz, das Holzsplitter des echten Kreuzes von Jesus beinhalten soll. Über 900 Folgen seit 2013 "Bares für Rares" läuft seit 2013 – zunächst nur sonntags. Mittlerweile wurden über 900 Folgen der Kultsendung ausgestrahlt. De älteste Antiquität ist 5000 Jahre alt Die älteste verkaufte Antiquität ist ein 5000 Jahre altes babylonisches Rollsiegel, das für 1200 Euro den Besitzer wechselt. Fernsehpreise für "Bares für Rares"  Nicht nur ein Quotenerfolg: Die Antiquitätenshow wird auch mit Preisen ausgezeichnet. "Bares für Rares" gewinnt die Goldene Kamera 2018 und den Deutschen Fernsehpreis 2019.  Horst Lichter wurde von der Show abgeraten Horst Lichters Management rät ihm zunächst davon ab, die Sendung zu moderieren. Er sei Koch und kein "Trödelonkel", habe man ihn gewarnt. Mittlerweile ist der Moderator aus der Show nicht mehr wegzudenken.
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Die Rettung des Goldbären vor dem Müll hat sich rentiert. "Ich habe mehr erreicht, als ich wollte", sagt er. Jetzt kann Geburtstag gefeiert werden.

mai

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