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"Bares für Rares" Zu hohe Preisvorstellung – Verkäufer verlässt das Studio

Die Händler Elisabeth Nüdling, Steffen Mandel und Julian Schmitz-Avila sitzen im Studio von Bares für Rares
Begeisterung sieht anders aus: Die "Bares für Rares"-Händler Elisabeth Nüdling, Steffen Mandel und Julian Schmitz-Avila wollen die Lampe nicht haben.
© ZDF
Eine üppige Porzellanleuchte steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Doch die Preisfindung gestaltet sich schwierig, denn die Händler sind mit der Expertise nicht einverstanden.

"Da habe ich jetzt mehr erwartet", sagt Horst Lichter enttäuscht, als er die Lampe leuchten sieht: Mit einem ungewöhnlichen Objekt kommt Erich Konkel aus Bottrop zu "Bares für Rares". Er hat eine Tischleichte dabei, die er in der ZDF-Trödelshow verkaufen möchte. Lampenschirm und -fuß sind aus Porzellan hergestellt und üppig gestaltet. "Ist das noch Kunst oder ist das schon Kitsch, weil es so bunt ist?", fragt Moderator Lichter. Die Antwort liefert die Expertin.

"Da ist natürlich ganz viel Geschmackssache dabei", sagt die "Bares für Rares"-Sachverständige Friederike Werner. Es handle sich bei der Leuchte um eine sogenannte Lithophanielampe. Das Porzellan lasse Licht durch, wodurch sich unterschiedliche Motive zeigen. Hergestellt sei das Stück von der Firma Plaue im gleichnamigen thüringischen Ort. Dazu gibt es eine ungewöhnliche Geschichte.

"Bares für Rares"-Expertin macht Hoffnung

In den 80er Jahren habe ein reicher Amerikaner die Plaue-Lampen containerweise aufgekauft. Doch als der starb, traten seine Nachkommen das Erbe nicht an. Die Porzellanleuchten gingen zurück in die DDR. "Das ist der Grund, warum diese Leuchten teilweise den Markt überschwemmen", sagt Werner.

500 Euro hat Besitzer Konkel für seine Leuchte auf einem Flohmarkt in der Dortmunder Westfalenhalle bezahlt. Jetzt hätte er gerne das Doppelte dafür. "Ich habe zwei Enkel. Ales was über 1000 liegt, geht an die", sagt er. Da der Zustand der Leuchte einwandfrei ist, liegt Werner in ihrer Schätzung fast gleichauf. "Ich bin bei einem Preis von 1200 bis 1500 Euro." Doch sehen die Händler das auch so?

Die Verhandlungen gestalten sich schwierig. Nur Markus Wildhagen und Christian Vechtel haben Interesse an der Leuchte. Doch mit 350 Euro ist der Verkäufer absolut nicht einverstanden. "Im kleinen vierstelligen Bereich", müsse der Preis sein. Vechtel bietet noch 600 Euro, doch es kommt zu keiner Einigung. "Sie müssen auch nicht verkaufen", sagt Vechtel. Das sieht Konkel auch so. Der Verkäufer verlässt das Studio wieder mit seiner Lampe.

Die ungewöhnliche Leuchte soll jetzt wieder einen Platz in der Wohnung bekommen. "Vielleicht im Schlafzimmer."

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Quelle: "Bares für Rares" vom 8. Oktober 2020. Neue Folgen der Trödelshow gibt es von Montag bis Freitag um 15.05 Uhr im ZDF und vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

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