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Spektakuläre Anti-Trump-Aktion Böhmermann macht's den Holländern nach – und der Rest Europas auch

Jan Böhmermann
Jan Böhmermann und sein "Neo Magazin Royale" drehten für Deutschland den Satire-Clip für Trump
© Youtube
Eine niederländische Late-Night-Show landete mit einem Clip für Donald Trump einen weltweiten Internet-Hit. Jetzt ziehen TV-Shows aus ganz Europa nach: In Deutschland kommt das Satire-Video von Jan Böhmermann.

Es ist eine spektakuläre Aktion, die es so noch nie gegeben hat: Late-Night-Shows aus ganz Europa haben sich zusammengetan, um gemeinsam eine Botschaft an Präsident Trump zu senden. Der hatte mit seiner Rede bei der Amtseinführung ein holländisches TV-Team zu einem witzigen Video inspiriert. Die Satiriker priesen in einem kurzen Clip die Vorzüge ihres Landes an und forderten: "The Netherlands second!" – passend zu Trumps absurdem Schlachtruf "America first!". Über 16 Millionen Mal wurde das Video der Holländer auf Youtube bereits angeklickt, jetzt machen es ihnen andere Länder nach.

"Germany second!", fordert Böhmermann, aber er hat Konkurrenz

In Deutschland haben sich Jan Böhmermann und sein Team von "Neo Magazin Royale" auf das Thema gestürzt. In der ersten Folge nach der Staffelpause zeigte der 35-Jährige den Clip mit Deutschlands Botschaft an Trump. "Wir haben schon zwei Weltkriege veranstaltet und beide hoch gewonnen! Jeder, der etwas anderes sagt, hat lediglich alternative Fakten", heißt es darin zum Beispiel. Oder: "Wir sind besser als die Niederlande. Dort ist alles orange. Was wir natürlich total lieben, weil du orange bist."

Das Großartige daran ist, dass Böhmermann die Idee nicht einfach nur geklaut hat, sondern alles Teil der internationalen Kampagne ist. Auf der Website "www.everysecondcounts.eu" finden sich mittlerweile ähnliche Clips aus der Schweiz, Dänemark oder Portugal. Insgesamt sollen sich bereits elf Länder an dem satirischen Wettstreit um den zweiten Platz in der Welt beteiligen. Und die restlichen Late-Night-Shows in Europa werden aufgerufen, ebenfalls Videos einzureichen. "Es ist wahnsinnig anstrengend, das zu organisieren. Hut ab vor den Leuten in Brüssel, die das jeden Tag machen müssen", erzählte Böhmermann.

Zusätzlich zur Website haben die TV-Macher aus den unterschiedlichen Ländern einen gemeinsamen Twitter-Account eingerichtet. Der lohnt sich: Neben witzigen Sprüchen zu Trump werden dort auch kleine Fußball-Rivalitäten ausgetauscht.

sst

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