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"Nuhr im Ersten": Löst Greta Thunberg den dritten Weltkrieg aus? Dieter Nuhr legt mit neuen Witzen nach

Er lässt sich den Mund nicht verbieten: Dieter Nuhr zeigte sich von dem Shitstorm gegen ihn unbeeindruckt und legte mit einigen Greta-Witzen nach. Doch auch den rechen Rand vergaß er nicht.

Dieter Nuhr gestikuliert

Dieter Nuhr eckt mit seinen Witzen regelmäßig an

Picture Alliance

"Hallo und herzlich willkommen zu 'Nuhr im Ersten', heute nur mit moralpolizeilich abgenommenen Witzen." Schon in der Anmoderation zur neuen Ausgabe von "Nuhr im Ersten" machte Comedian Dieter Nuhr klar, dass er nicht vorhat, auch nur im Geringsten von seiner Art abzurücken. Stattdessen will er offensichtlich auch weiterhin Witze machen, worüber auch immer es ihm beliebt. Und dazu zählen eben auch Greta Thunberg und die Klimabewegung.

Zwar versprach er, zur Sicherheit alles wegzulassen, was andere verärgern könnte. Doch genau das tat er natürlich nicht. Er rekapitulierte noch einmal seine Aussagen aus der letzten Sendung. Er fände es gut, dass Greta das Klima thematisiere, glaube aber, dass ihre Forderungen in ihrer ganzen Radikalität in eine Katastrophe führten. Und setzte dann noch einen drauf: "Was ich letzte Woche vergessen habe zu sagen: Wahrscheinlich auch in einen dritten Weltkrieg."

Dieter Nuhr nimmt sich erneut Greta Thuberg vor

Die 16-jährige Klimaaktivistin als Verursacherin eines globalen Kriegs – damit provozierte Nuhr seine Kritiker, die für seine Witze über die junge Schwedin wenig Verständnis zeigten. Und fuhr einen Frontalangriff: "Ich hatte vergessen, dass man Greta ohne Einschränkung huldigen muss. Dass wir hier keine Satire machen, sondern einen Gottesdienst." 

Dieter Nuhr gestikuliert

Er selbst habe auch nicht alles richtig gemacht, sagte der 58-Jährige: "Ich habe die aktuellen Diskussionsverbote nicht beachtet." Kabarett sei in den meisten Fällen heute ein Treffen von Gleichgesinnten zum Zwecke der Selbstbestätigung, so Nuhr. Da sei er natürlich raus.

Zusammenfassend über die Debatte, die seine Sendung von vergangener Woche ausgelöst hat, sagte der Comedian: "Wir sind offensichtlich mit Greta auf einer neuen Stufe der Hysterie angekommen, in der Meinungsvielfalt weder möglich noch erwünscht ist."

Witze auch über die AfD

Bei seinem knapp zehnminütigen Vortrag zielte Dieter Nuhr aber nicht nur gegen seine Kritiker von links. Auch die AfD bekam ihr Fett weg. Dort wolle man jetzt erst recht Riesenautos kaufen und Vollgas geben, "weil man in dem Verein geistig über den Kindergarten ohnehin noch nicht hinausgekommen ist."

So widerlegte der Niederrheiner mal eben, dass er gerade kein "Gesinnungsgenosse der AfD" ist, wie er vergangene Woche auf Twitter beschimpft wurde. Nichts liegt ihm offenbar ferner. Dieter Nuhr steht, wie er am Donnerstagabend selbst sagte, "zwischen den Polen des Irrsinns". Nicht der schlechteste Ort für einen Kabarettisten.

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