Davidstern-Skandal Das haben Gil Ofarims Anwälte ihm vor dem Dschungelcamp geraten

Gil Ofarim ist einer von sechs verbliebenen Kandiaten im RTL-Dschungelcamp 2026
Gil Ofarim ist einer von sechs verbliebenen Kandiaten im RTL-Dschungelcamp 2026
© RTL
Was steckt hinter der "Verschwiegenheitserklärung", die Gil Ofarim anführt, wenn es im Dschungelcamp um seinen Davidstern-Skandal geht? Einer seiner Anwälte verrät nun Details.

Er will nicht sprechen. Zumindest nicht über das, was sich im Oktober 2021 in der Lobby des Leipziger Luxushotels Westin zugetragen hat. Und auch nicht über das, was sich rund zwei Jahre später im Saal 115 des Landgerichts in der Messestadt vor und hinter den Kulissen abgespielt hat. Musiker Gil Ofarim beruft sich im australischen Dschungel stets auf eine "Verschwiegenheitserklärung", sobald er auf seinen Davidstern-Skandal angesprochen wird – und schweigt zu dem Thema.

Alexander Stevens äußert sich zu Gil Ofarim

Er tut dies offenbar auch auf Anraten seiner Anwälte. Einer von ihnen, Alexander Stevens, spricht jetzt darüber, was er und seine Kollegen ihm vor dem Einzug ins RTL-Dschungelcamp mit auf den Weg gegeben haben. "Sie können sich auch vorstellen, dass wir Anwälte ihm tunlichst angeraten haben, auf gut Deutsch, die Klappe zu halten", sagt der Jurist in einem bei Instagram veröffentlichten Video. 

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Denn in der Tat gebe es eine "Verschwiegenheitsverpflichtung im Rahmen eines Gentlemen's Agreement", so Stevens. Sie verpflichte zum Stillschweigen "über gewisse zivilrechtliche Details". "Und darüber hinaus – und das wiegt dann noch viel schwerer – gibt es eine Unterlassungsverpflichtungserklärung, aus der sich natürlich zwingend auch eine Verschwiegenheit ergibt, gewisse Dinge nicht wiederholen zu dürfen, auch nicht sinngemäß wiederholen zu dürfen."

Diese Gemengelage sei insbesondere "für den juristischen Laien wahnsinnig komplex zu beurteilen", erklärt Stevens weiter. Daher sei Ofarim von den Anwälten das Schweigen zu dem Thema bei "Ich bin ein Star – holt mich hier raus!" geraten worden (lesen Sie dazu: Wie es zu Ofarims Schweige-Deal kam – eine Rekonstruktion). 

Kurz zuvor hatte Stevens in einem weiteren Beitrag Aufklärung über das vereinbarte Schmerzensgeld für den vom Davidstern-Skandal betroffenen Hotelmitarbeiter geliefert. Demnach habe Ofarim dem Mann 20.000 Euro zahlen müssen. Inklusive Geldauflage und Prozesskosten habe das Verfahren seinen Mandanten insgesamt rund 70.000 Euro gekostet – das dürfte Ofarim durch die Teilnahme am Dschungelcamp wieder drin haben, erst recht bei einer möglichen Krönung zum Dschungelkönig am kommenden Sonntag.

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wue

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