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DSDS-Ausstieg: RTL-Psychologin attestiert "mehr Selbstbewusstsein"

Er wird zwar kein Superstar, aber Stephan Darnstaedt, 18, habe an Selbstbewusstsein gewonnen. Das sagte RTL-Psychologin Dr. Gisela Rascher nach Stephans Ausstieg gegenüber stern.de. Der neue Kandidat steht schon fest.

"Er hat sich entwickelt - dank DSDS", erklärt Diplom-Psychologin Dr. Gisela Rascher, 58. Im Auftrag von RTL betreut Rascher die Kandidaten von "Deutschland sucht den Superstar". "Aufgeben war das Beste, was er machen konnte", sagte sie. "Er hat doch etwas erreicht: Von 14.000 Bewerbern kam er in die enge Auswahl. Das genügt ihm. Er ist jetzt viel besser drauf als vorher."

Stephan sei aus seiner kleinen Welt herausgetreten, habe sein Dorf, seine Haustiere und die Schulprobleme eine zeitlang hinter sich gelassen - "er hat sich was getraut, und er hat viele Fans gewonnen." Bereits am vergangenen Wochenende hatte Rascher ihm nahegelegt aufzuhören - "ich hatte den Eindruck, dass er das alles nicht mehr verkraftet". Anfang der Woche war Stephan Darnstaedt zu seinen Eltern gefahren, ins badische Oberschopfheim; heute gab RTL bekannt, dass er an diesem Samstag nicht mehr antreten wird. Manche Medien hätten ihn mit viel Häme überzogen. Die Bildzeitung hatte ihm den Namen "Heulsuse" gegeben.

Nach Angaben von RTL, war der 18-jährige Stephan Darnstaedt schon bei seiner Familie in Oberschopfheim, als er seine Entscheidung gestern Abend dem Sender mitteilte. Es sei ihm zu stressig geworden und er wolle nicht mehr ausgebuht werden, begründete Stephan seine Entscheidung gegenüber der Redaktion. "Jetzt möchte ich zurück zu meiner Familie, meinen Freunden und die Schule fertig machen. Es tut mir leid für alle meine Fans, die für mich angerufen haben."

Beim Fernsehsender RTL nahm man die Entscheidung Darnstaedt gelassen auf: RTL-Sprecher Anke Eickmeyer erklärte, er sei ein guter Typ gewesen, die Zuschauer hätten ihn gemocht. Bei der Jury konnte der 18-Jährige aufgrund seiner mangelnden Gesangsfähigkeiten allerdings weniger punkten. Zum Teil erntete er in den vergangenen Mottoshows sehr harsche Kritik. Dieter Bohlen bezeichnete ihn als Teletubbie und lästerte: "Töne treffen ist unerforschtes Neuland für ihn."

Die Reaktionen seiner Mitstreiter sind sehr unterschiedlich. Während Vanessa Dedmon volles Verständnis für Stephans Entscheidung zeigt, "ich habe mit ihm telefoniert, und er hört sich schon viel entspannter an als in der letzten Zeit", kann Daniel Munoz den Rücktritt nicht nachvolllziehen "Ich finde es schade. Er hat mehr als 14.000 Kandidaten hinter sich gelassen und es so weit geschafft. Ich hätte das nicht getan und hoffe, dass er seine Entscheidung in zehn Jahren nicht bereuen wird".

Didi Knoblauch heißt der neue Kandidat

Für Stephan Darnstaedt wird Didi Knoblauch in der Mottoshow "Rock" am kommenden Samstag antreten. Für den 25-jährigen Fahrlehrer aus Illerkirchberg ging damit ein Traum. "Der Anruf von RTL erreichte mich mitten in einer Fahrstunde mit einer Schülerin - mir ist das Herz in die Hose gerutscht. Ich freue mich", sagte Knoblauch. Er verpasste in der Vorrunde nur knapp den Einzug in die Mottoshows. Bei den Telefonanrufen in der "Top 20 Show" am 21.12.05 lag er nach Angaben von RTL direkt hinter Stephan Darnstaedt.

Die Sendung am 28. Januar fällt allerdings aus, denn gegen "Wetten, dass...?" wolle man nicht antreten, so RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer. Am 4. Februar geht es dann weiter mit dem Motto "Big Band".

ak/kbu