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Serienhit "Game of Thrones": Herzlose Aktion kostet Jon Schnee viele Fans

Game of Thrones: Trailer zu Staffel 8, Folge 4
Die erste Folge nach der großen Schlacht.


Erstaunlich viele Hauptfiguren überleben.


Endlich kehrt bei "Game of Thrones" wieder ein bisschen Liebe ein.


Jaime und Brienne finden zueinander – Arya und Gendry sehen sich zum ersten Mal nach ihrer gemeinsamen Nacht wieder.


Auf die romantischen Szenen folgt jedoch schnell Enttäuschung:


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Wie geht es jetzt mit den frisch Verliebten weiter?


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Am meisten schockiert sind die Zuschauer aber von Jon Snow:


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Nach dem grausamen Tod von Missandei steigt die Angst vor Daenerys:


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Jetzt fehlen nur noch zwei Folgen – es gibt schon Ideen für die nächste Folge und ein Spinoff.


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Die wichtigste Frage bleibt:


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Jon Schnee ist einer der absoluten Lieblinge der Zuschauer von "Game of Thrones". Doch kurz vor dem Ende verlor er eine Menge Fans. Schuld ist eine winzige Szene - und wohl auch das Budget des Serienhits.

Achtung: Dieser Text verrät Inhalte der aktuellen achten Staffel von "Game of Thrones" und aus allen bisherigen Staffeln. Wer noch nicht alle Folgen gesehen hat und sich lieber überraschen lassen möchte, sollte hier aufhören zu lesen.

In einer Serie voller starker Charaktere ist er einer der absoluten Publikumslieblinge: Seit dem Anfang von "Game of Thrones" konnte Jon Schnee mit seiner naiven Art, dem guten Herzen und dem von Ziehvater und Fan-Liebling Ned Stark geerbten starken moralischen Kompass die Herzen der Zuschauer erobern. Trotz vieler Fehler und manchmal recht dummer Entscheidungen blieb man auf seiner Seite - bis zu einer der schrecklichsten Szenen der aktuellen Staffel.

So empfanden es zumindest viele Fans. Die Wut richtet sich gegen Jons Abschied in Winterfell. Gerade wurden noch Nordling Thormund und Jons Wacht-Kollege Sam mit herzlichen Worten und noch innigeren Umarmungen verabschiedet und so die Fan-Herzen gewärmt. Doch die Temperatur fiel enorm schnell. Ausgerechnet für den treuen Wolf Geist hat Jon nur ein Kopfnicken übrig.

"Streichle den verdammten Hund!"

Jahrelang begleitete der treue Wolf Jon, rettete ihm mehrfach den Hintern, bewachte gar seinen toten Körper und ermöglichte so erst seine Wiederbelebung. Und beim Abschied steht er von der Schlacht zerzaust und winselnd vor Jon. Und der benimmt sich, als würde er irgendeinem räudigen Straßenköter gegenüberstehen.

Das können die Fans nicht akzeptieren. "Kraule deinen verdammten Hund" - brüllt es Jon nun aus den sozialen Netzwerken entgegen. Während die vielen grausamen Tode der letzten Folgen zum Alltagsgeschäft der Serie gehören, schockte Jons gefühlloser Abschied von seinem treuesten Begleiter - den er ja immerhin direkt von Ned überreicht bekam - die Fans nachhaltig.

Throwback to when Jon actually loved Ghost from r/freefolk

Bei Reddit, Twitter und Facebook finden sich unzählige Forderungen, den Wolf zu streicheln. Immer wieder taucht auch ein Bild aus einer älteren Folge auf, in dem Jon Geist umarmt. Einige Fans sehen zudem in Geist einen der echten Helden der Serie: Indem er Sam rettete, ermöglichte er es erst, dass der Jorah heilen konnte - der dann wiederum Daenerys vor dem Tod bewahrte. "Kaum ist er zweimal einen Drachen geritten, will er nichts mehr von seinem treuesten Tier wissen", beklagen viele. Außerdem sei Geist - anders als andere Tiere - nie von Harpunen getroffen worden.

Das steckt wirklich hinter dem traurigen Abschied

Tatsächlich dürfte die traurige Abschiedsszene einen ganz einfachen Grund gehabt haben: Eine Umarmung hätte vermutlich schlicht zu viel Geld gekostet. Quigly, der echte Wolf, der Geist spielt, war nämlich nie am selben Set wie die anderen Darsteller. Während die Winterfell-Szenen im irischen Belfast gedreht wurden, musste der Wolf in Kanada vor die Kamera treten und wurde dann einfach digital eingebaut. Für eine Umarmung hätte man also Jon-Darsteller Kit Harington nach Kanada einfliegen müssen. So hatte man auch Aryas Szene mit den Wölfen in Staffel 7 gedreht. Dass Geist aus Kostengründen keinen ordentlichen Abschied bekam, macht die Sache allerdings kaum weniger deprimierend.


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