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Erstes Interview aus der Haft Ghislaine Maxwell wünscht sich, dass sie Jeffrey Epstein nie getroffen hätte

Ghislaine Maxwell gab ein erstes Interview aus ihrer Haft (Archivbild)
Ghislaine Maxwell gab ein erstes Interview aus ihrer Haft (Archivbild)
© Rick Bajornas / DPA
Die verurteilte Komplizin des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein gab nun ihr erstes Interview. Darin spricht Ghislaine Maxwell auch über Epstein und macht ein Geständnis. 

Ende Juni 2022 hat ein Gericht in New York das Strafmaß für Ghislaine Maxwell verkündet: 20 Jahre muss die Komplizin von Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ins Gefängnis. Verurteilt wurde sie unter anderem wegen "Menschenhandels mit Minderjährigen zu Missbrauchszwecken". 

Nun gab sie ein erstes Interview in der TalkTV-Sendung "Jeremy Kyle Live: Ghislaine Behind Bars" (Ghislaine hinter Gittern), das auch auf YouTube zu sehen ist.

Darin sagt sie unter anderem: "Ich wünschte ehrlich gesagt, ich hätte ihn nie getroffen" und meint damit Jeffrey Epstein. "Wenn ich jetzt zurückblicke, wünschte ich wahrscheinlich, ich wäre in England geblieben. Aber abgesehen davon habe ich versucht, wegzugehen, einen neuen Job anzunehmen und weiterzumachen. Ich wünschte, ich wäre erfolgreicher gewesen...", zitiert unter anderem der britische "Guardian" aus dem Interview.

Ghislaine Maxwell: "Ich wünschte, ich wäre erfolgreicher gewesen"

Ghislaine Maxwell war Anfang der 90er Jahre von England in die USA gezogen. Grund war vor allem der plötzliche Tod ihres Vaters Robert Maxwell. 1991 starb der Verleger unter mysteriösen Umständen auf seiner Jacht, die er nach seiner Tochter "Lady Ghislaine" benannt hatte. Nach ihrem Umzug nach New York traf Ghislaine Maxwell erstmals auf Jeffrey Epstein, der ihr Leben verändern sollte. Allerdings nicht zum Guten.

Einen Einblick in ihr Leben gibt unter anderem die Netflix-Dokumentation "Ghislaine Maxwell: Stinkreich". Dort kommen sowohl Opfer und deren Anwälte zu Wort wie auch zahlreiche Wegbegleiter Maxwells. So auch Christopher Mason, Schriftsteller und früherer Freund von Ghislaine Maxwell.

Als er sie das erste Mal traf, sei er fasziniert gewesen von ihrer Ausstrahlung. Auch ihre leicht obszöne Art bewunderte er, sie habe viele schmutzige Witze erzählt. In sein Tagebuch schrieb er nach dieser Begegnung, dass er sie gern wiedersehen würde.

Doch später war er schockiert von ihr: "Ich hörte, dass Epstein auf Schulmädchen stand und Ghislaine ihm diese vorstellte, weil das sein Ding war." Angeblich traf sich Ghislaine extra mit Schülerinnen einer Mädchenschule an der Upper East Side, damit sie diese Jeffrey vorstellen konnte. Denn dieser brauchte angeblich "drei Orgasmen am Tag". 

Quelle: "The Guardian"

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