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Harald Schmidts neue Late-Night Show Labern für den Frieden


Harald Schmidt, überzeugter Laberer, labert vor dem Start seiner neuen Laber-Sendung in der "Bild"-Zeitung über das Labern. Denn Labern schafft Frieden.
Von Torsten Müller

Labern für den Frieden: Über 60 Jahre kein Krieg in Zentraleuropa können die Europäer laut Entertainer Harald Schmidt dem Labertum verdanken. In einem "Bild"-Interview ließ Sat1-Rückkehrer Harald Schmidt soziologisch aufblicken: "Wer labert, der schießt nicht." Wird Schmidts Show nun hintergründiger und beschäftigt sich mit EU-Themen? Oder geht es doch nur um Sex?

Denn darum ginge es im Grunde in fast jedem Talk: "Die Aufgabe für eine gute Quote heißt: In welche Umschreibung verkleide ich das Thema 'Ficken'", meint "Dirty Harry". Mit zwei Sendungen pro Woche kann er sich ab sofort Dienstags und Mittwochs bei Sat1 wieder den wichtigen Themen der Gesellschaft zuwenden: "Um 10 Uhr morgens die Frage - was machen wir heute? Wer leckt Cora Schumacher? Andere Variante: Wer leckt sie nicht? Und dann haben wir eine Hammer-Sendung und die nächste kackt wieder völlig ab."

"Ich finde Labern toll. Labern entspannt"

Trotz Talkshow-Flut im deutschen Fernsehen bräuchten die deutschen TV-Zuschauer noch mehr Laberei, meint Schmidt: "Man kann gar nicht viel genug labern. Das deutsche Volk will zugelabert werden." An Gästen zum Labern wird es ihm anscheinend nicht mangeln - Hochkaräter stünden bei ihm Schlange: "Wir müssen unsere Gäste nicht suchen, wir müssen sie abwehren. Weil jeder, der ein neues Buch hat, eine neue Platte, oder einen neuen Film, unbedingt kommen will." Genug der Laberei. Bleibt zu sehen, ob auch die Zuschauer auf Schmidts Labern stehen.

tmm/mit Bang

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