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Satire-Sendung "Kampagne Merz verhindern, wo kann ich unterschreiben?" - so spottet die "Heute Show" über Friedrich Merz

Heute Show
Oliver Welke deckt auf: Friedrich Merz ist das Opfer einer weltweiten Verschwörung
© ZDF
Er sieht sich als Opfer: Friedrich Merz beklagte sich lautstark über die Absage des CDU-Parteitags und mutmaßte, das geschehe, um ihn zu verhindern. Grund genug für die "Heute Show", sich über den Kandidaten für den CDU-Vorsitz lustig zu machen.

"Seit gestern Abend ist der letzte Teil der Kampagne 'Merz verhindern' in Berlin angelaufen", sagte Friedrich Merz in der vergangenen Woche. Die CDU-Führung hatte beschlossen, den Parteitag, auf dem der neue Vorsitzende gewählt werden soll, wegen der Coronapandemie erneut zu verschieben. Das sah Kandidat Merz offenbar als persönlichen Angriff auf seine Person – und musste dafür am Freitagabend einigen Spott über sich ergehen lassen.

Oliver Welke machte sich in der "Heute Show" über Merz und seine Attitüde lustig. "Kampagne Merz verhindern, wo kann man da unterschreiben?", fragte der Moderator. Es sei bezeichnend, wenn jemand glaube, eine weltweite Pandemie richte sich gegen ihn persönlich. Merz hatte behauptet, dass Teile des "Partei-Establishments" ihn verhindern wollten. "Was ist denn in diesem Land los, jetzt kämpfen schon Millionäre gegen das Establishment", spottete Welke.

Noch bissiger wurde es in dem satirischen Beitrag "Heute Show Mystery". Der deckte – ganz im Stil großer Verschwörungstheorien - eine angebliche Verschwörung gegen Merz auf. "Die CDU sucht einen neuen Vorsitzenden. Und im selben Jahr tobt eine Coronapandemie. Hier stimmt doch was nicht", führt ein Sprecher die Problematik ein. Ein Rechercheverbund aus "Russia Today", "Briloner Kreisanzeiger" und "Attila Hildmann Stiftung" – allesamt für ihre kruden Thesen zur Pandemie bekannt - habe herausgefunden, dass die CDU das Virus in einem Labor gezüchtet habe. Drahtzieher sei Armin Laschet, der Corona über den Umweg Wuhan nach Heinsberg gebracht habe. Natürlich alles nur, um Merz zu verhindern.

"Heute Show" spottet auch über Gerhard Schröder

Doch nicht nur Merz, auch Altkanzler Gerhard Schröder nahmen die "Heute Show"-Macher auf die Schippe. Der sei seit neustem ein Instagramstar. "Für mich ist das fast schon Kunst", sagte Welke und präsentierte "Arschpekte" eine Verballhornung der ZDF-Sendung "Aspekte". "Der Gerd" habe zurück ins einfache Leben gefunden. Es folgen Ausschnitte aus Schröders Social-Media-Kanal, wie er seiner Frau Hagebutten erklärt oder wie er am Herd ein Pilzgericht kocht. Schröder sei "zum Haustier gezähmt". Doch der nächste Hausbesuch widme sich einer anderen Politikerin: Der dann Altkanzlerin Merkel – "bei der Kartoffelernte".

mai

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