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Katrin Müller-Hohenstein: Moderatorin löst ihren umstrittenen Werbevertrag auf

Sie wollte der Milchproduktion "einfach mal auf den Grund" gehen: Katrin Müller-Hohensteins Engagement für eine Molkerei hat heftige Kritik ausgelöst. Jetzt wurde der Vertrag mit Weihenstephan mit sofortiger Wirkung beendet.

Am Montagnachmittag wurde das umstrittene Video auf der Website der Molkerei gelöscht, jetzt der Vertrag aufgelöst: Katrin Müller-Hohenstein und das Unternehmen Weihenstephan gehen künftig wieder getrennte Wege. Von ihren vertraglichen Verpflichtungen wurde die ZDF-Moderatorin mit sofortiger Wirkung entbunden, wie der Konzern am Dienstag in Freising mitteilte.

Für das Unternehmen trat Müller-Hohenstein als sogenannte "Schirmherrin des Qualitätsbeirats" auf. Zu ihren Aufgaben gehörte es, mit ihrem "journalistischen Wissen" und ihrer "natürlichen Neugier" diesen zu unterstützen, sagte sie in einem Kurzinterview auf der Unternehmenshomepage, das inzwischen ebenfalls gelöscht wurde. In einem Video war sie zu sehen, wie sie vier ausgewählte Verbraucher bei einem Betriebsrundgang begleitet und als Moderatorin "der Sache auf den Grund gehen" will.

Der Auftritt in dem Video war von ZDF-Chefredakteur Peter Frey heftig kritisiert worden. "Der Internet-Auftritt ist nicht glücklich und kann so nicht bleiben", sagte Frey dem Branchenblatt "Medium Magazin". Der Vertrag entspreche "nicht den Vorstellungen des ZDF von Auftritten seiner journalistischen Köpfe".

Katrin Müller-Hohensteins Management sprach daraufhin von einer Kooperation statt von Werbung, denn die 44-Jährige halte schließlich kein Produkt in die Kamera oder preise die Vorzüge der Marke. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitungen" erwarte das ZDF nun, dass die Moderatorin sich auch von ihrer Münchner Agentur trennt.

Mai