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Twitter lacht über Lanz-Show: "Wetten, dass wir hier das Licht ausmachen?"

Endstation für "Wetten, dass …", die Kultsendung ist nicht mehr. Witzig war sie immer, mal gewollt, mal unfreiwillig. So lachte Twitter über den Untergang des ZDF-Quotendampfers.

Von Robert Bachofer

Aus und vorbei. Die letzten Reste von "Wetten, dass ...?" werden weggeräumt

Aus und vorbei. Die letzten Reste von "Wetten, dass ...?" werden weggeräumt

So einen Schiffbruch hat es seit dem Untergang der Titanic nicht mehr gegeben: "Wetten, dass …?" lief volle Fahrt voraus in die Versenkung. Unter Markus Lanz rammte sie alle Eisberge in ansteuerbarer Nähe. Seine Witze kamen nicht an. Im Interview mit Samuel Koch, der vor vier Jahren tragisch vor den laufenden Kameras der Sendung verunglückte, schipperte Kapitän Lanz an den Grenzen des guten Geschmacks.

Schön sollte das letzte Mal "Wetten, dass …?" werden und lustig. Doch es wurde ein Tiefpunkt. Die Bühnenbildner der Show befanden: "An uns hat's nicht gelegen" und druckten das prompt auf ihre T-Shirts.

Hat's wirklich nicht. Kritiker haben vieles bei "Wetten, dass …?" bemängelt, nie aber die technischen Aspekte. Woran hat's gelegen? Vielleicht daran, dass Wetten nicht mehr zeitgemäß sind? "Wetten, dass wir hier das Licht ausmachen?" hatte die Lanz-Redaktion auf ein T-Shirt gedruckt und über Twitter ins Netz gejagt.

Immerhin blieben Hollywood-Stars jetzt peinliche Auftritte bei Lanz erspart, meinte eine Tweeterin.

So endet der Quotendampfer des ZDF, Rettungsbote nicht in Sicht. Lanz hätte es raushauen sollen, reichte aber nie an Admiral Gottschalks Superwetten heran. Erwartet wurde es dennoch vom Kapitän, so wie von der Titanic erwartet wurde, schneller, besser, unsinkbar zu sein. Endete in einer Katastrophe, das Schiff. Genauso die Sendung, immerhin aber fulminant.

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