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True Crime "Dahmer" auf Netflix – der Kannibale und Serienmörder, der schon als Kind verhaltensauffällig war

Damer jung links, Dahmer älter rechts
Schon als Kind hatte Dahmer ein ungewöhnliches Hobby: Er sammelte und sezierte Tiere
© Netflix
Eine der zur Zeit beliebtesten True-Crime-Serien auf Netflix, "Dahmer", zeigt das Heranwachsen von Jeffrey Dahmer – einer der brutalsten und gruseligsten Serienmörder der Welt.

Warnung: Dieser Text enthält Spoiler für "Dahmer". Wenn Sie die Serie noch nicht komplett geschaut haben, sollten Sie nicht weiterlesen.

"Dahmer" ist derzeit eine der beliebtesten True-Crime-Serien auf Netflix und sorgt bei vielen Zuschauern für Schaudern und Entsetzen. Kein Wunder, denn der Serienmörder und Kannibale Jeffrey Dahmer (gespielt von Evan Peters) ermordete seit den Siebzigerjahren mindestens 17 Männer und Teenager im US-Bundesstaat Milwaukee. Regie führte Ryan Murphey, der sich auf die Verfilmung von realen Kriminalfällen spezialisiert hat.

Direkt zum Beginn der Serie werden die Zuschauer bereits damit konfrontiert, wie Dahmer den Verlauf seiner Morde perfektionierte. Als weißer Mann lebte er in einem Viertel, in dem hauptsächlich Schwarze Menschen wohnten. Dort besuchte er 1991 eine Bar in der direkten Nachbarschaft, wo er Tracy Edwars (gespielt von Shaun J. Brown) kennenlernt. Er lädt ihn zu sich nach Hause ein, um noch ein bisschen zu feiern – und vermutlich auch, um Sex zu haben.

Jeffrey Dahmers Wohnung: Blutige Bohrmaschine und ein großes Plastikfass

Als sie in der Wohnung ankommen, herrscht dort ein übler Gestank. Dahmer erklärt, dass er von seiner Familie Schweinekottelettes geschickt bekommen hat, aber seine Tiefkühltruhe den Geist aufgegeben hat. Das Fleisch sei angeblich vergammelt.

Die weiteren gezeigten Objekte lassen vermutlich bei jedem Zuschauer schon einen Fluchtinstinkt entstehen: Zu sehen sind eine blutverschmierte Bohrmaschine, ein großes geschlossenes Plastikfass in der Schlafzimmerecke und auf dem Bett ein riesengroßer Blutfleck. Alles in der Wohnung sieht schmutzig und verkommen aus.

Tracy Edwards, der irgendwann merkt, dass etwas nicht stimmt, versucht, Dahmer zu überlisten. Schließlich kann er halbnackt und in Handschellen aus der Wohnung fliehen. Er ruft die Polizei, was für Dahmer das Ende seiner Mordserie bedeutet. Für die Zuschauer fängt die Serie allerdings jetzt erst an – verbunden mit der Frage, wie der Serienmörder so lange unentdeckt bleiben konnte.

Sein erstes Opfer war der Tramper Steven Mark Hicks, den er in seinem Elternhaus mit einer Hantel erschlug – seine Leiche begrub er im Garten. Zunächst folgten keine weiteren Morde, erst nach knapp einem Jahrzehnt ermordet er 1987 erneut einen Mann in einem angemieteten Hotelzimmer. Drei weitere Männer ermordet er im Haus seiner Großmutter (gespielt von Michael Learned), bei der er eine Zeit lang lebte. Anschließend nimmt sich Dahmer eine Wohnung in Milwaukee, wo er weitere 12 Männer umbringt. Sein jüngstes Opfer, Konerak Sinthasomphone, war 14 Jahre alt.

1992 wird Dahmer wegen fünfzehnfachen Mordes zu insgesamt 900 Jahre Gefängnis verurteilt. Drei Jahre nach seiner Inhaftierung in einem Hochsicherheitsgefängnis in Wisconsin wird er mit einer Hantel von einem Mithäftling angegriffen. Eine Stunde später stirbt er an den Verletzungen.

Schaurig, aber sehenswert

Der 10-teiligen Netflix-Serie gelingt es in 526 Minuten, die Geschichte des brutalen Serienmörders packend zu erzählen und aufzuzeigen, wie aus dem sonderbaren kleinen Jungen ein kaltblütiges Monster wurde, welches am Ende sogar Menschenteile verspeist haben soll.

DAHMER – Monster: Die Geschichte von Jeffrey Dahmer

Zudem wird dem Zuschauer immer wieder bewusst, dass es zahlreiche Hinweise darauf gegeben hätte, was Jeffrey Dahmer Schlimmes tut – ohne, dass ihn jedoch jemand stoppte. Bis zu seiner Festnahme, hatte er mehrmals Kontakt mit der Polizei, kam aber bei jedem Mal mit einem blauen Auge davon.

Die Serie finden Sie in voller Länge auf Netflix.

Quelle:  Netflix

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