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Millionen-Deal Netflix zeigt trashiges Diana-Musical - und Prinz Harry schweigt

Diana Musical, Prinz Harry
"Diana: Das Musical" ist momentan als Filmversion auf Netflix zu sehen. Anfragen dazu beantwortet Prinz Harry nicht
Das Diana-Musical auf Netflix wirkt wie eine ungewollte Parodie, weder Diana noch das Königshaus kommen darin gut weg. In England werden deshalb Stimmen laut, die Prinz Harry auffordern, seinen Netflix-Deal zurückzuziehen.

Eigentlich hätte das Musical über das Leben von Prinzessin Diana schon längst seine Premiere feiern sollen. Im März 2020 fanden die ersten Vorstellungen statt, dann brachte die Corona-Pandemie den New Yorker Broadway bis auf Weiteres zum Schließen. Royal-Fans können "Diana: Das Musical" jetzt trotzdem sehen, und zwar auf Netflix. Dort läuft eine gefilmte Variante der Show, die im November endlich eröffnen soll. Doch die Kritiken sind vernichtend.

Der Filme grenze an Satire, heißt es, von einer Parodie, die aber leider keine sein will, ist die Rede. Im Musical, das unter anderem vom Bon-Jovi-Gitarristen David Bryan komponiert wurde, werden die schlagzeilenträchtigsten Szenen aus Dianas Leben aneinandergereiht und mit wilden Spekulationen vermischt. Wir sehen Diana im Bett mit ihrem Reitlehrer, die Queen singt ein Lied über die Affären von Charles und über Harry, der in der Thronfolge hinter seinem Bruder William steht, schmettert Diana ohne Sinn: "Mein lieber, rothaariger Sohn, du wirst immer die Nummer eins sein."

Harry und Meghan haben einen Millionen-Deal mit Netflix

In England werden nun Stimmen laut, die von Prinz Harry eine Stellungnahme zu dem Film erwarten. Denn dass ausgerechnet Netflix das Musical zeigt, ist interessant. Schließlich hat der Streamingdienst im vergangenen Jahr einen Millionendeal mit Prinz Harry und Herzogin Meghan abgeschlossen. Die Harry-kritische "Daily Mail" schrieb deshalb,  sollte Harry den lukrativen Deal jetzt nicht absagen, sei er ein Heuchler. Zuvor hatte schon ein ehemaliger Bodyguard von Diana den Prinzen aufgefordert, seinen Einfluss bei Netflix zu nutzen, um das Ganze zu verbieten. Harry jedoch schweigt bisher zum Thema und äußert sich nicht. 

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Er und Meghan sollen unter anderem exklusive Dokumentationen, Spielfilme und Inhalte für das Kinderprogramm von Netflix produzieren. Man wolle sich vor allem darauf konzentrieren, informative Formate zu erschaffen, die auch Hoffnung geben sollen, hieß in einem Statement von Harry und Meghan nach Bekanntwerden des Deals im August 2020. Von 150 Millionen Dollar ist die Rede, die das Paar dafür angeblich bekommen haben soll.

Auf Twitter wurde Harrys Schweigen jedoch auch verteidigt: Über William rege sich doch auch keiner auf, wenn dieser mit der BBC zusammenarbeite, die das berühmte Interview mit Diana sabotiert habe. Und überhaupt: Auf Netflix laufe schließlich auch "The Crown" - und das seit Jahren.

Quellen: "Daily Mail", "The Guardian", "The Sun"

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