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Martin Dreyer Sat.1-Theologe verteidigt "Hochzeit auf den ersten Blick"


Das Format "Hochzeit auf den ersten Blick" hat einiges an Kritik einstecken müssen. Die Ehe sei zu ernst für seichte Fernsehunterhaltung. Der Theologe der Sendung verteidigt nun die Show.

Der Theologe aus der umstrittenen Sat.1-Sendung "Hochzeit auf den ersten Blick" hat das Format gegen Angriffe verteidigt. "Jeder Pastor aus der Eheseelsorge weiß, dass Emotion nie die Grundlage einer funktionierenden Ehe sein kann", betonte Theologe Martin Dreyer. "Das wissen auch unsere Experten."

Gemeinsame Werte wichtiger

Das Team glaube, "dass andere Dinge wie gemeinsame Werte, gemeinsame Träume, gemeinsamer Glaube, aber auch so Dinge wie Gene und Hormone eine viel bessere Grundlage darstellen. Das versuchen wir mit unserem Experiment zu beweisen." In der neuen Sat.1-Show nach einer dänischen Vorlage heiraten Kandidaten, ohne sich zuvor gesehen zu haben. Die Sendung lief erstmals am Sonntag und zog viel Kritik auf sich.

"Die Ehe ist definitiv kein Spaß für eine kurze Fernsehunterhaltung", sagte zum Beispiel bereits im Vorfeld die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Margot Käßmann, in der "Bild am Sonntag". Dreyer wies das zurück: "Unsere TV-Sendung stellt ein völlig neues Sozialexperiment da. Es erhebt nicht den Anspruch auf eine neue Kirchenlehre. Aber es will herausfordern, über die Liebe noch einmal ganz neu nachzudenken. Und dass es Spaß macht, dieses Experiment anzuschauen, da wird Gott garantiert nichts dagegen haben."

yps/DPA DPA

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