HOME

Serien-Remakes: Die Rückkehr der "Beverly Hills"-Biester

Amerikas bekannteste Postleitzahl ist zurück: Im September startet in den USA ein Remake der Kultserie "Beverly Hills, 90210" und auch die Stars des Originals sind in Gastrollen mit von der Partie.

Von Carolin Neumann

Acht Jahre sind vergangen seit in Beverly Hills die letzte Klappe fiel und noch immer ist die Kultserie der 90er Jahre unvergessen. Jetzt haben in den USA die Dreharbeiten für ein Remake von "Beverly Hills, 90210" begonnen, das nur noch "90210" heißt, und auch einige der Hauptdarsteller aus dem Original sind wieder mit dabei.

Zu ihnen gehört vor allem der einstige Star der Serie, Jennie Garth, deren Alterego Kelly Taylor jetzt Vertrauenslehrerin an der West Beverly High ist, wo die neuen "90210"-Kids zur Schule gehen. Tori Spelling, Tochter des verstorbenen "Bevery Hills"-Schöpfers Aaron Spelling, ist gerade zum zweiten Mal Mutter geworden und wird deshalb erst später als geplant in ihre Rolle als Donna Martin schlüpfen.

Für eine besondere Überraschung sorgt jetzt die Nachricht, dass auch Shannen Doherty zurückkehren und vielleicht eine gemeinsame Szene mit Jennie Garth haben wird. Deren Serienfiguren Brenda Walsh und Kelly Taylor mögen Freundinnen gewesen sein, doch hinter der Kamera hat es bis zu Shannens Ausstieg schon damals heftig gekracht. Droht jetzt ein erneuter Zickenkrieg?

Wie viel der "Beverly Hills"-Fan von Kelly, Brenda und Donna zu sehen bekommt, ist noch unklar. Auch Gastauftritte von anderen Darstellern sind nicht ausgeschlossen. Fürs erste drängt sich jedoch der Verdacht auf, dass die alte Riege vor allem deshalb ins Boot geholt wurde, um den Bezug zum Original und damit einen Erfolg von "90210" zu garantieren. Nur weil etwas ein Mal erfolgreich war, muss es noch lange nicht ein zweites Mal funktionieren, aber das haben "Spin-Offs", also Ableger einer Serie, halt so an sich.

K.I.T.T. bekommt Frischfleisch ans Lenkrad

Ein weiteres heiß diskutiertes Comeback gibt es für die 80er Jahre-Serie "Knight Rider". Bereits im Februar zeigte der Sender NBC einen Pilotfilm, in dem Wunderauto K.I.T.T. - jetzt gesprochen von Hollywoodstar Val Kilmer ("Batman Forever") - einen neuen Fahrer bekommt. Dieser ist niemand geringeres als der Sohn von David Hasselhoffs Serienfigur Michael Knight.

Hasselhoff spielte im Pilotfilm nur eine untergeordnete Rolle und wird in der neuen Serie gar nicht mehr vorkommen. Der 56-Jährige, der sich in den letzten Jahren vergebens um ein Comeback bemühte, meint, dass die neue Serie ohne ihn floppen wird - das sei wie "Indiana Jones ohne Indiana Jones". Der Pilotfilm hatte zwar keine guten Kritiken, dafür aber überzeugende Quoten. Ob sich die bei Saison-Start halten lassen, leibt abzuwarten.

Über die Ausstrahlungsrechte beider Serien in Deutschland wird erst noch verhandelt. Obwohl das Original jahrelang bei RTL lief, besteht derzeit kein Interesse an "90210", wie Claus Richter von RTL auf Anfrage von stern.de mitteilte. Zumindest gäbe es aber Überlegungen bezüglich "Knight Rider", was ja ebenfalls lange Zeit auf RTL zu sehen war. ProSieben, das sein US-Serien-Portfolio erst kürzlich aufgestockt hat, will erst die Quoten von "90210" und "Knight Rider" abwarten. Wo sie auch landen - mit einer Ausstrahlung der beiden Remakes vor Herbst 2009 ist nicht zu rechnen.

Bruce Willis im A-Team?

"Starsky & Hutch", "Miami Vice", "Drei Engel für Charlie", "Verliebt in eine Hexe" - Die Liste der Fernsehserien, die es in den letzten Jahren auf die Kinoleinwand geschafft haben, ist lang. Als hätten Autoren keine eigenen Ideen mehr, schwimmen sie auf der Erfolgswelle von Klassikern. Und die Remake-Manie ist noch lange nicht vorbei.

Auch "21 Jump Street", die Serie, die Johnny Depp berühmt machte, soll verfilmt werden. Und seit bereits zehn Jahren ist eine Kinofassung vom "A-Team" in Planung, bei der John Singleton ("2 Fast 2 Furious") Regie führen soll, deren Besetzungsliste bisher aber vor allem aus Gerüchten besteht. Rapper Ice Cube ("Barbershop") will angeblich die Rolle des B.A. Baracus mit seinem charakteristischen Irokesenschnitt übernehmen, Woody Harrelson soll im Gespräch sein und als Anführer der Truppe wird Bruce Willis gehandelt.

Das interessanteste Remake dürfte jedoch ein neuer "Dallas"-Film sein, der sich seit Jahren verzögert. Ein angekündigter Kinostart im kommenden Jahr dürfte unwahrscheinlich sein, zumal noch nicht einmal die Besetzung steht. Lange Zeit hieß es, John Travolta werde den Serienbösewicht J.R. Ewing mimen, doch auch davon ist heute nicht mehr die Rede. Sogar die Schauspieler des Originals haben sich bereits kritisch dazu geäußert, ob der "Dallas"-Film wohl jemals zustande kommen wird.