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Neue Rolle im Kiel-"Tatort": Sibel Kekillis Bewerbung hatte Erfolg

Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises bekundete Sibel Kekilli vor wenigen Monaten ihr Interesse an guten Stoffen. Offenbar wurde sie erhört: Ab Herbst bekommt die Schauspielerin eine feste Rolle im Kiel-"Tatort".

Von Carsten Heidböhmer

Ich, Schauspielerin, weiblich, Spielalter von 23 bis 30, bin an guten Stoffen interessiert. Ich will arbeiten!". Mit diesen bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises ans Publikum gerichteten Worten bewarb sich Sibel Kekilli vor einigen Monaten um attraktive Rollen. Und sie wurde erhört. Die Hamburger Schauspielerin bekommt eine feste Rolle im Kieler "Tatort". Dies bestätigte der NDR. Kekilli soll eine junge Kollegin des knöterigen Kommissars Klaus Borowski übernehmen, der von Axel Milberg gespielt wird.

Bislang war Maren Eggert die Frau an Borowskis Seite, sie verkörperte die reizende Kriminalpsychologin Frieda Jung, die mit dem Kommissar mehr verbindet als nur berufliches Interesse. Doch Eggert hatte ihren letzten "Tatort"-Einsatz am 4. April dieses Jahres. Sie verlässt die Krimi-Reihe, um sich ganz ihrem Engagement am Deutschen Theater in Berlin widmen zu können.

Bekannt wurde sie mit "Gegen die Wand"

Sibel Kekilli wird ihren ersten TV-Einsatz am 24. Oktober haben. In der Folge "Borowski und eine Frage von reinem Geschmack" spielt sie Sarah Brandt. Zunächst tritt sie noch als Nachbarin eines Tatverdächtigen in Erscheinung und lernt in dieser Folge Borowski kennen. Fest etabliert wird sie erst im übernächsten Kiel-"Tatort". Die 30-Jährige hatte mehrfach betont, nicht immer nur türkischstämmige Charaktere spielen zu wollen. Als Sarah Brandt scheint sie diesem Rollenklischee entkommen zu sein.

National wie international bekannt wurde Kekilli gleich mit ihrer ersten Hauptrolle, als lebenshungrige Deutsch-Türkin in "Gegen die Wand". Der Film des Hamburger Regisseurs Fatih Akin gewann 2004 auf der Berlinale den Goldenen Bären, Kekilli erhielt im gleichen Jahr den Deutschen Filmpreis als Beste Hauptdarstellerin. Nach diesem fulminanten Karrierestart wurde es in den folgenden Jahren etwas ruhiger um die in Heilbronn als Tochter türkischer Eltern Geborene. Sie spielte in interessanten, aber vom Publikum wenig beachteten Filmproduktionen mit, darunter das Holocaust-Drama "Der letzte Zug" und Hans Steinbichlers "Winterreise". Erst 2010 sorgte sie wieder für Aufsehen. Für ihre Rolle in dem Film "Die Fremde" erhielt sie zum zweiten Mal den Deutschen Filmpreis - bei der Preisverleihung hielt sie oben zitierte Rede, und die führt sie nun zum "Tatort". Das nennt man wohl eine gelungene Bewerbung.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.