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"Tatort" heute im Ersten: Die Mär vom guten Schleuser

Dieser im Februar 2016 erstmals ausgestrahlte "Tatort" wagte sich an ein Thema, das auch heute noch hochaktuell ist: Die Stuttgarter Ermittler Lannert und Bootz finden einen Lastwagen voller toter Flüchtlinge – und stoßen auf einen Sumpf aus Schleuser- und Drogenkriminalität.

Tatort aus Stuttgart

Im Flüchtlingsheim ist Thorsten Lannert (Richy Müller) mit dem mutmaßlichen Schleuser Milan Kostic (Sascha Alexander Geršak) in eine Pattsituation geraten. Und der in die Enge gedrängte Kostic scheint zu allem fähig.

Die "Tatort"-Folge "Im gelobten Land" wurde erstmals am 21. Februar 2016 ausgestrahlt. Die ARD wiederholt diesen Fall am Freitag, 28. September, um 22 Uhr.

Worum geht's in diesem "Tatort"?

Zusammen mit dem Drogendezernat wollen die Kommissare Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) auf einem Autobahnparkplatz einen Drogenkönig schnappen. Doch stattdessen finden sie in einem Lkw 23 tote Flüchtlinge. Lannert hat den Drogendealer Milan Kostic (Sascha Alexander Geršak) in Verdacht und sucht ihn in seiner Unterkunft im Flüchtlingsheim auf. Dabei gerät er in eine Falle. Während vor dem Heim die Polizei aufläuft, sucht Lannert einen Ausweg.

Warum lohnt es sich?

Mit der Schleuserproblematik packt dieser "Tatort" ein aktuelles Thema an. Und stellt die richtigen Fragen: Wie ist das Tun von Schleusern eigentlich zu bewerten: Sind es Kriminelle, die sich am Leid der Flüchtlinge schamlos bereichern? Oder lässt sich deren handeln gutheißen – weil sie deren einzige Chance sind? "Wenn wir den Flüchtlingen nicht nach Europa helfen, dann sterben sie auf der Flucht", sagt Kostics Schwester Mitra (Edita Malovčić), und spricht einen wunden Punkt an: Die nicht vorhandene europäische Einwanderungspolitik, die Flüchtlinge erst in die Illegalität drängt.

Was stört?

Insgesamt ist die Folge recht handlungsarm. Einen Großteil der 90 Minuten belauern sich Lannert und der Schleuser Milan Kostic, während draußen die Polizei aufmarschiert. Leider gewinnen diese Szenen keine kammerspielartige Intensität. Dazu sind die Dialoge zu spannungsarm. Die Macher (Buch: Christian Jeltsch, Regie: Züli Aladag) haben es versäumt, die interessanten Recherchen über das Flüchtlingsthema in eine lebendige Geschichte zu kleiden.

Die Kommissare?

Lannert und Bootz funktionieren als echtes Gespann. Das wirkt professionell und glaubwürdiger als viele andere "Tatort"-Teams, die eher an zerstrittene Ehepartner erinnern denn an Berufspolizisten.

Ein- oder ausschalten?

Trotz der dramaturgisch in der Mitte stark durchhängenden Handlung lohnt das Einschalten – denn diese "Tatort"-Folge wirft Fragen auf, geht nahe und hallt lange nach.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.