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Serienclub: Was wir von "True Detective" erwarten können

Wir starten eine neue Rubrik.  Ab sofort lesen Sie wöchentlich Neues vom Serienclub. Heute widmen wir uns gleich mal dem Thema der Woche, "True Detective". Die ersten Folgen durften wir uns schon ansehen - und haben darüber diskutiert.

Von Vivian Alterauge und Hannes Roß

Colin Farell spielt in der neuen Staffel von "True Detective" einen alkoholsüchtigen und prügelwütigen Privatdetektiv

Colin Farell spielt in der neuen Staffel von "True Detective" einen alkoholsüchtigen und prügelwütigen Privatdetektiv

Hannes Roß: Vivian, kann es sein, dass du die einzige Frau bist, die "True Detective" gut findet? Da saufen einsame Cops Whisky und sitzen in dunklen Bars herum...

Vivian Alterauge: Ich sitze ehrlich gesagt auch lieber in verrauchten Bars, als Chick Flicks zu schauen und dazu Sekt zu trinken. Und ja: Ich kenne durchaus auch andere Frauen, die auf "True Detective“ stehen. 

Hannes Roß: Schon klar, in der ersten Staffel spielte ja auch dieser Surfer-Schauspieler, dessen Namen kein Mensch aussprechen kann mit. Matthew Mc..., du weißt schon. Der jetzt auch einen Oscar gewonnen hat. Was mir an "True Dectective" gefällt, ist die ganze Komposition, um jetzt mal ernst zu werden. Die Plots werden episch erzählt, jeder Handlungsstrang wird immer wieder aufgegriffen, die Musik ist immer gut und man hat es immer mit total verkorksten Charakteren zu tun. Du hast schon etwas mehr gesehen als ich. Erzähl mal kurz, worum es geht in der neuen Staffel?

Vivian Alterauge: Statt in Louisiana spielt die neue Staffel im Moloch Los Angeles. Es gibt drei Cops: Colin Farrell spielt einen prügelwütigen Privatdetektiv, Rachel McAdams eine verbissene Polizistin, die in einer Hippie-Sekte aufwuchs, und Taylor Kitsch rast als lebensmüder, viagraschluckender Motorradcop über die Highways von L.A. Und dann ist da noch Vince Vaughn. Der mimt den Mafia-Typen, der jetzt seriöser Geschäftsmann werden möchte und sein Geld in ein Eisenbahnprojekt investieren will. Der Stadtdirektor, der diesen Deal betreuen soll, ist aber plötzlich verschwunden und wird am Ende der ersten Folge mit säureverätzten Augen tot aufgefunden. Ein Fall für die drei Cops.

Hannes Roß: Ich habe ja diesen Voodoo-Irren aus der ersten Staffel geliebt, der noch mit seiner Mutter zusammen wohnt. Der taucht ja erst in der letzten Folge auf.

Vivian Alterauge: So einen wird es bestimmt wieder geben. Wir brauchen sicher nur Geduld...

Hannes Roß: ... eines der Prinzipien von True Detective, dem der Macher Nic Pizzolatto treu geblieben ist. Und über allem herrscht eine höhere düstere Macht, die erst im Laufe der Staffel zum Vorschein kommt. Hält die zweite Staffel deiner Meinung nach, was die erste grandiose Reihe hatte?

Vivian Alterauge: Die ersten zwei Folgen sind jedenfalls vielversprechend. Ich finde es klug, dass die neue Staffel eine ganz andere Geschichte erzählt, mit neuem Setting und neuen Charakteren. Und freue mich über Ani, also McAdams, die E-Zigaretten rauchende Ermittlerin. Das herrliche 70er-Jahre-Farbkonzept in Grau und Beige ist aber geblieben. Und die Charaktere sind weiterhin kaputt und auf ihre eigene Art besessen von ihrem Job.

Rachel McAdams ist eine der neuen Ermittlerinnen in Staffel 2 von True Detective.

Sie wuchs in einer Hippie-Sekte auf und raucht E-Zigarette: Rachel McAdams ist eine der neuen Ermittlerinnen in Staffel 2 von True Detective.

Hannes Roß: Ja, das ist schon seltsam. Die Figur des runtergerockten Ermittlers hat man eigentlich schon oft genug gesehen, aber "True Detective“ gelingt es, diesem Genre neues Leben einzuhauchen. Mir gefällt besonders die Szene, in der Colin Farrell seinen dicken Sohn rächt. Er geht zum Elternhaus des Jungen, der seinen Sohn mobbte. Dann verprügelt er den Vater. Hat sich nicht jeder mal so einen Vater gewünscht? Na, nur Spaß. Was ist deine Lieblingsszene?

Vivian Alterauge: Ich mag es, wie der Regisseur in kleinen Szenen mit diesem typische L.A.-Gefühl spielt. Zum Beispiel, als eine angetrunkene, beachwaveblonde Cabriofahrerin ihre Strafe, sagen wir mal, wegflirtet. Plump, aber funktioniert. Oder auch diese Kamerafahrten über die verschlungenen Brücken-Highways. Auf denen der Charakter von Taylor Kitsch so besessen herumrast, als wolle er sich umbringen.

Taylor Kitsch rast als Motorradcop über die Highways von Los Angeles.

Taylor Kitsch rast als Motorradcop über die Highways von Los Angeles.

Hannes Roß: Man bekommt wirklich den Eindruck, ein Job auf dem "Großstadtrevier" ist lebensfreundlicher, obwohl ich das nie schauen würde. Hab ich nur gehört, dass es da sehr harmonisch zugeht. Übrigens: Wusstest du, dass der True-Detective-Macher Pizzolatto auch schon einen Roman geschrieben hat?

Vivian Alterauge: Ja, "Galveston" heißt der. Nur gelesen hab ich ihn noch nicht. Ist der gut?

Hannes Roß: Ziemlich gut sogar. Alle, die den Serienstart nicht erwarten können, sollten den in der Zwischenzeit mal lesen.

Die zweite Staffel von "True Detective" ist ab dem 21. Juni auf Sky zu sehen. 

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(