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Kein TV-Tipp des Tages: Na los jetzt, abschalten!

Was für ein herrliches Wetter draußen! An einem Sonnewonnentag wie diesem raten wir von TV und Internet ab und halten es mit einem Helden unserer Kindheit: einfach mal abschalten und rausgehen!

Peter Lustig wusste es schon immer: Manchmal muss man im Leben einfach "abschalten". Auf dein Wohl, Peter!

Peter Lustig wusste es schon immer: Manchmal muss man im Leben einfach "abschalten". Auf dein Wohl, Peter!

"Geh' doch mal raus und spiel' Fußball!" pflegte mein Vater - frei nach Kaiser Franz - zu sagen, wenn sein einziger Sprössling wieder stundenlang vor der Glotze abhing. Aber wer hört schon auf seinen Vater, wenn er acht Jahre alt ist - und "Thundercats", "Transformers" und "Saber Rider" mit neuen Folgen locken?

Da musste schon eine ganz andere Autorität kommen, eine aus der Fernsehwelt selbst: Peter Lustig. "Abschalten" riet der Bauwagen-Bewohner mit der blauen Latzhose zum Ende jeder "Löwenzahn"-Folge. Sollte ich meinem Helden etwa widersprechen? Natürlich nicht - und so stapfte der kleine Jens ein paar Minuten später in die unbekannte Welt namens Draußen. Tschüss, Flimmerkiste; hallo, Matsch!

Und weil die Sache mit dem "Abschalten!" auch als Erwachsener noch immer eine gute Idee ist und draußen das Wetter einfach herrlich, lasse ich den TV-Tipp des Tages heute mal sausen und gebe Ihnen stattdessen einen Ratschlag, der sicher ganz im Sinne meines alten Kindheitshelden wäre: Raus aus dem Internet, so früh wie möglich auf der Arbeit Schluss machen und ab nach draußen! Sie müssen ja nicht gleich im Dreck spielen. Ein Spaziergang oder ein Feierabendbier in der Sonne sind doch auch ganz schön.

Kein TV-Tipp von Jens Wiesner, freier Autor bei stern.de

Themen in diesem Artikel
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo