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TV-Tipp 10.9.: "Under the Dome": Unter der Kuppel bleibt's gaga, aber nicht zu gaga

Die allerallerbeste Serie aller Zeiten ist "Under the Dome" wirklich nicht. Aber sie bietet Zerstreuung. Wie kommt diese durchsichtige Kuppel nur über die Kleinstadt? Grund genug, Staffel 2 zu gucken.

"Unter the Dome"- Premiere der 2. Staffel
20.15 Uhr, Pro Sieben
SCI-FI-SERIE Die Szene am Anfang, in der die Kuppel vom Himmel fällt und die Kuh halbiert, ist krass - krass gut, fast schon zu gut. Sie gibt die Schlagrichtung von "Under the Dome" vor. Wir sehen eine Mystery-Serie, die offensichtlich in der Neuzeit und im ländlichen Raum spielt und in der ein durchsichtiges Ding plötzlich da ist und das Leben verändert, im schlimmsten Fall beendet. Auch wenn die Ausgestaltung dieser Grundidee der Kuppel-trifft-Kuh-Kollision (optisch und in puncto Originalität ein Treffer) im Folgenden nicht das Wasser reichen kann: "Under the Dome" bietet von Anfang bis Ende Zerstreuung. Etwas Spannung, einige bekannte Gesichter und die eine, alles überragende Frage: Woher kommt diese Kuppel? Gucken wir also die zweite Staffel, um der Sache auf den Grund zu gehen.

ProSieben zeigt zum Auftakt drei Folgen hintereinander. In denen wird es schon gleich krachen. Niemand ist sicher - aber immerhin etwas sicherer als bei "Game of Thrones". Wir müssen uns also darauf einstellen, uns von einigen Bewohnern von Chester's Mill zu verabschieden. Aber es wird wohl nicht der attraktivste Darsteller mit dem leider blödsten Namen sein: Barbie (Mike Vogel). Obwohl: Die Schlinge um seinen Hals sitzt schon ganz schön fest ...

Anders als bei der ersten Staffel können diejenigen, die Stephen Kings Buch gelesen haben, nun nicht mehr ahnen, wie es weitergeht. Der erzählerische Pfad der Vorlage wird offiziell verlassen. Dennoch bleibt King der Ideenkönig von "Unter the Dome". Die erste Folge der zweiten Staffel hat er höchstpersönlich aufgeschrieben.

Die Königin (der Monarch!) von Chester's Mill ist, wie wir bereits wissen, Julia (Rachelle LeFevre) und nicht Big Jim (Dean Norris). Aber warum? Nun, sie soll ein Ei beschützen. Aber was hat es mit diesem Ei auf sich? Ist es womöglich der Schlüssel zum Rätsel um die durchsichtige Kuppel?

Wem das alles zu gaga klingt - trotzdem gucken. Wer die Serie sieht, merkt: Sie ist nur etwas gaga. "Under the Dome" kann man sich gut rein- und durchziehen. Die Story ist nicht zu gruselig oder ekelig (der Kuh folgen keine weiteren Teilungen), dass sie einen nachts verfolgt. Sie ist rein gar nicht tiefsinnig. Sie bietet genau die Dosis Spannung, bei der man dran bleibt. Also: laufen lassen und Zerstreuung zulassen.

Ein TV-Tipp von Laura-Lena Förster, Redakteurin beim stern


Und das ist an diesem Tag noch sehenswert:

"Ein offener Käfig"
20.15 Uhr, ARD
DRAMA Heikles Thema: Was tun mit Sexualstraftätern? Lebenslange Sicherheitsverwahrung oder Recht auf Resozialisierung? Psychologisch erhellend, ist der mutige Film vor allem ein Plädoyer für die Ursachenbekämpfung. Eine Doku zum Thema folgt. (bis 21.45)

"Die Welle"
20.15 Uhr, Arte

DRAMA Faschismus? Das wäre heute bei uns nicht mehr möglich! Mit einem Experiment belehrt Lehrer Wenger (Jürgen Vogel) seine Schüler (u. a. Max Riemelt) eines Besseren - und scheint selbst dem Rausch der Macht zu erliegen… Mitreißendes Plädoyer gegen die Verführbarkeit. Eine ausführliche Kritik lesen Sie hier. (bis 22.00)

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