HOME

Stern Logo Der TV-Tipp des Tages

TV-Tipps des Tages für den 3.1.: Mein einzig wahrer Bond

stern.de führt Sie mit dem TV-Tipp des Tages durch den Fernseh-Dschungel. Heute: "Sag niemals nie" - Sean Connerys augenzwinkernde Abschiedsvorstellung als Superagent 007.

"James Bond: Sag niemals nie"
23.10 Uhr, ZDF

AGENTENFILM James Bond und ich sind erst mit der Ära Daniel Craig richtig warm miteinander geworden. Wurde zuvor eine der zahlreichen Bond-Verfilmungen im TV wiederholt, schaltete ich weg. Egal ob Moore, Brosnan, Lazenby oder der frühe Connery - der Agent mit der Doppelnull langweilte mich. Doch dann stieß ich eines Tages zufällig auf "Sag niemals nie" - und blieb hängen. Dass der Titel angeblich auf Connerys Ausspruch basierte, nach "Diamantenfieber" nie wieder einen neuen Bond drehen zu wollen, sollte ich erst Jahre später erfahren.

Doch mir gefiel auf Anhieb der augenzwinkernde Ton, den Regisseur Kershner und ein sichtlich aufspielender Connery diesem Stiefkind der "Bond"-Reihe verpasst hatten. 007 gehörte mit über 50 zum alten Eisen und durfte dies - ganz ähnlich wie in der jüngsten Craig-Verfilmung - auch zeigen. Als dann auch noch Rowan "Mr Bean" Atkinson in einer Nebenrolle auftrat, hatte der Film mein Herz endgültig gewonnen.

Auch 15 Jahre, nachdem ich "Sag niemals nie" zum ersten Mal auf der Mattscheibe entdeckte, hat sich an meiner Liebe zu diesem ganz besonderen Bond nichts geändert. Nur eins vermisse ich mittlerweile doch sehr: Wegen Rechtestreitigkeiten fehlt der klasssiche Vorspann und - fast noch schlimmer - das Bond-Titelthema. Man kann offenbar nicht alles haben.

Ein TV-Tipp von Jens Wiesner, freier Autor bei stern.de


Und das ist an diesem Tag noch sehenswert:

"Der Herr der Ringe"
21.45 Uhr, Eins Festival

FANTASY-ZEICHENTRICK Meine allererste Begegnung mit dem "Herrn der Ringe": Lange bevor Peter Jackson überhaupt nur daran dachte, Tolkiens Welten in die Kinos zu bringen, versuchte sich schon einmal ein Regisseur an dem schwierigen Stoff. Weil die technischen Möglichkeiten im Jahr 1978 aber nicht ausreichten, um Mittelerde glaubhaft auf die Leinwand zu bringen, entschied sich Ralph Bakshi für eine Umsetzung als Zeichentrick. Mit Jacksons epischer Trilogie kann der 130-Minüter zwar nicht mithalten, allerdings macht es doch einigen Spaß zu vergleichen, von welchen Szenen sich der Neuseeländer später inspirieren sollte. Insbesondere Andy Serkins' Gollum erinnert doch stark an die gezeichnete Version in diesem Film.

Themen in diesem Artikel