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Umstrittener Song Zu "blöd" für die Wiesn: "Layla" soll auf dem Oktoberfest nicht gespielt werden

Bierbänke auf dem Oktoberfest in München
Vollbesetzte Bierbänke auf dem Oktoberfest in München
© Christof Stache / AFP
Der umstrittene Ballermannhit "Layla" wird auch auf dem Oktoberfest nicht gespielt werden. Das bestätigte Wiesnwirt Peter Inselkammer. Von Zensur will er nichts wissen.

Noch 64 Tage, dann heißt es „O’zapft is“: Nach coronabedingter Pause findet in diesem Jahr auf der Münchner Theresienwiese wieder das Oktoberfest statt. Vom 17. September bis zum 3. Oktober darf getrunken, geschmaust, gefeiert und geschunkelt werden. Einen Song wird es allerdings 2022 auf der Wiesn nicht zu hören geben: Das Skandallied „Layla“ soll auch in den Festzelten nicht gespielt werden.

"Unter den Wirten gibt es die vorherrschende Meinung, dass 'Layla' in den Zelten nicht gespielt wird", sagte Wirte-Sprecher Peter Inselkammer dem Nachrichtenportal „T-Online“. "Wir Wirte sind uns da alle einig“, bestätigte er. Es gebe viele andere gute Lieder. „Da brauchen wir das nicht.“

"Layla" auf Platz eins der Charts

Der Song ist seit mehreren Wochen auf Platz eins in den Charts, steht aber wegen seiner sexistischen Liedzeilen in der Kritik. Ein großes Medienecho hatte das Verbot des Liedes bei einem Würzburger Volksfest hervorgerufen. Auch in Düsseldorf darf es nicht gespielt werden. Zensurvorwürfe wurden erhoben, das Verbot sei eine Einschränkung der Kunstfreiheit.

Den Zensurvorwurf weist Wiesnwirt Inselkammer von sich. "Jeder Wirt bestimmt selbst, welche Lieder er in seinem Zelt hören möchte", sagte er. Bei "Layla" störe nicht nur der sexistische Inhalt, er finde das Lied auch "ehrlich gesagt ein bisschen blöd“.

Ikke Hüftgold verteidigt den Song

In "Layla" geht es um eine gleichnamige Frau, die in einem Bordell arbeitet. Eine der umstrittenen Zeilen, die auf dem Ballermann lauthals mitgegrölt wird, heißt: "Er hat 'nen Puff und seine Puffmama heißt Layla / Sie ist schöner, jünger, geiler". An anderer Stelle singen die Interpreten DJ Robin und Schürze: "Die schöne Layla, die geile Layla, das Luder Layla, unsere Layla".

Layla: Schlagerstars reagieren auf das Verbot des Ballermann-Hits

Ballermannsänger Ikke Hüftgold, der "Layla" produzierte, verteidigt das Lied. Auch Udo Jürgens‘ Hit "17 Jahr, blondes Haar", sei fragwürdig. In der Vergangenheit sei mit "Skandal im Sperrbezirk" ein Song verboten worden, der heute völlig unkritisch gesehen werde. "Verbote bewirken immer das Gegenteil."

Ikke Hüftgold wird am Sonntagabend zusammen mit anderen Teilnehmern bei „sternTV am Sonntag“ (22.50 Uhr, RTL) über das Verbot diskutieren

mai

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