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Queen Elizabeth II. Zwölf Stunden für die Queen: Star-Fußballer David Beckham stellte sich einen halben Tag an

Mit Schirm, Charme und jeder Menge Geduld: David Beckham vor der Westminster Hall.
Mit Schirm, Charme und jeder Menge Geduld: David Beckham vor der Westminster Hall.
© Dursun Aydemir / Anadolu Agency / Getty Images
Die Augen der Welt sind auf die Londoner Innenstadt gerichtet. Behörden warnen inzwischen vor der Anreise – zu voll sei die Schlange für die letzte Audienz bei Queen Elizabeth II.. Einer, der es geschafft hat: David Beckham.

Am Freitagmorgen um 2 Uhr stellt sich ein schick gekleideter Mann mit Schiebermütze und Regenschirm in die wohl berühmteste Warteschlange der Welt – "The Queue". Dort stellt sich an, wer der verstorbenen Queen Elizabeth II. die letzte Ehre erweisen, und am Sarg der Monarchin in der Westminster Hall vorbeiziehen will.

Der Mann ist aber kein Banker oder Politiker, wie es in der Londoner Innenstadt bei Männern im Anzug häufig der Fall ist, sondern Star-Fußballer David Beckham. Korrekt: Prominenz schützt offenbar vor Wartezeit nicht.

Beckham wartete von 2 bis 14 Uhr

Die Uhrzeit hatte Beckham nicht zufällig gewählt – er dachte, das würde ihm einen Vorteil verschaffen. Dem Sender ITV sagte er: "Ich dachte, wenn ich um 2.00 Uhr morgens komme, wäre es ein bisschen ruhiger, aber da habe ich mich geirrt." Sehr richtig, am Ende sollte Beckham, für dessen Autogrammstunden Menschen sicherlich ebenfalls sehr lange warten, selbst zwölf Stunden in der Schlange stehen. 

Die für einen derart prominenten britischen Star sicherlich außergewöhnlichen Strapazen scheint Beckham aber als Teil des Besuchs zu sehen – nicht als notwendiges Übel. Gegenüber Sky News sagte der Weltfußballer: "Der Abschied der Queen ist für mich ein trauriger Tag, aber ein Tag, an den man sich immer erinnern wird. Für mich ist es etwas ganz Besonderes, all die Geschichten von Menschen hier zu hören."

2003 lernte er die Queen persönlich kennen

Dabei hatte Beckham bereits die Ehre, die Queen zu Lebzeiten zu besuchen. 2003, damals hatte ihm die Königin den Ritterorden Order of the British Empire verliehen, besuchte er die Königin zusammen mit seinen Großeltern. "Ich hatte großes Glück, in meinem Leben ein paar Momente mit Ihrer Majestät zu haben", sagte er.

Nach guten zwölf Stunden in der Warteschlange war es dann endlich so weit: David Beckham hatte die Gelegenheit, sich von seiner Königin zu verabschieden. Später sagte er: "Es ist sehr emotional, und die Stille und die Stimmung im Raum ist schwer zu erklären."

Wohl auch deshalb nehmen zahllose Menschen die schier unendliche Wartezeit weiterhin auf sich, um diesen besonderen Moment für sich zu erleben. Über die Disziplin und den Fokus der Wartenden lässt sich aber kaum etwas negatives sagen – über Menschentrauben und störende Selfie-Orgien während Beckhams halbtägiger Wartezeit hört man nicht viel. Wie die "Daily Mail" berichtet, haben dafür aber auch Ordner entlang der Warteschlange gesorgt, die Beckham und Fans ab und an darauf hinweisen mussten, dass keine Zeit für Fotos sei. Im Grunde aber, so heißt es, habe man sich aus "gegenseitigem Respekt" einfach in Ruhe gelassen.

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