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Neue Doku-Reihe "Planet Sex" Cara Delevingne: "Obwohl ich schon immer queer war, konnte ich nicht wirklich ein queeres Leben führen"

Cara Delevingne
Cara Delevingne hat nun ihre eigene Doku-Reihe: "Planet Sex"
© Jens Kalaene/dpa
In ihrer Serie "Planet Sex" reist Cara Delevingne um die Welt und testet verschiedene Sexpraktiken. Dabei findet sie auch zu sich selbst.

Model und Schauspielerin Cara Delevingne hat ihre eigene, sechsteilige Doku-Reihe bekommen: "Planet Sex". Die 30-Jährige reist durch verschiedene Länder. In Südafrika, Deutschland, Spanien, Japan, im Libanon, den USA und in Großbritannien probiert sie verschiedene Sexpraktiken aus. 

Die Serie ist für Delevingne gleichzeitig eine Reise zu sich selbst. Sie sagt: "Obwohl ich schon immer queer war, konnte ich nicht wirklich ein queeres Leben führen. Wenn man in diesem Job ist, wird vieles ausgebremst. Ich war nie wirklich in der Community. Ich war nie auf der Pride, ich war nie auf diesen Partys", sagte sie der britischen "BBC Three".

Das habe auch viel mit ihrem Umfeld und ihrer Erziehung zu tun. Delevingne wuchs in den 90er und 00er Jahren in London auf und kannte den Begriff "queer" nicht, der sie später doch so gut beschreiben sollte. Sie habe daher Schwierigkeiten gehabt, mit ihrer eigenen Sexualität zurechtzukommen, verrät sie in dem Interview.

Cara Delevingne: In ihrer Schule hörte sie erstmals von gleichgeschlechtlichen Beziehungen

"Eines der ersten Male, als sie von der Existenz nicht-heterosexueller Beziehungen hörte, war in einem negativen Kontext." Sie nennt eine Autoritätsperson aus ihrer Schulzeit. "Sie sprach darüber, dass es nicht richtig sei, schwul zu sein. Ich fragte: 'Was meinen Sie mit gleichgeschlechtlicher Beziehung?' Ich habe das nicht wirklich verstanden."

Diese und ähnliche Erfahrungen führten dazu, dass das Supermodel negative Gefühle verinnerlichte. So passierte es, dass sich Delevingne erst spät traute, offen über ihre Sexualität zu sprechen. Sie sagte: "Was mich davon abhielt, mich zu outen, war die Scham, die ich mir selbst auferlegte." Queer zu sein, sei für sie endlich richtig. Sie fühlte sich schon länger der LGBTQ+-Szene zugehörig, doch so richtig einordnen konnte sie es nicht: "Ich fühlte mich wie 'Ich weiß nicht, welcher Buchstabe ich bin.'"

Quelle: "BBC Three"

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