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Wissenschaftliche Studie Cara Delevingne spendet ihren Orgasmus: "Männer haben meist nicht das Werkzeug, um Frauen zu befriedigen"

Cara Delevingne
Cara Delevinge geht der Orgasmgap in ihrer Dokumentation auf die Spur.
© IMAGO / Starface
Cara Delevingne masturbierte im Rahmen einer Studie und spendete ihren Orgasmus der Wissenschaft. Das Ganze wurde filmisch für ihre Dokumentation begleitet. 

Für ihre sechsteilige Dokumentation "Planet Sex With Cara Delevingne" nahm das Supermodel unter anderem an einer Studie teil, die versucht, die Unterschiede der Orgasmen von Mann und Frau zu erforschen. Diese Lücke ist unter dem Begriff "Orgasm Gap" bekannt. 

Für ihren Studien-Orgasmus besuchte das Model sogar ein Krankenhaus in Deutschland: "Ich bin hier, um einen Orgasmus zu haben und ihn der Wissenschaft zu spenden", so Delevingne. Für die Studie wurde ihr vor der Masturbation Blut abgenommen und noch einmal nach dem erreichten Höhepunkt. Bei den Tests wurden die endogenen retrograden Neurotransmitter namens "Endocannabinoide" in ihrem System vor und nach dem Orgasmus gemessen. Die Chemikalie erhöht die Euphorie und verstärkt die angenehme Reaktion auf Sex.

Das bisexuelle Model spricht in der Dokumentation auch über das sexuelle Verlangen von Frauen: "Ich denke, das weibliche sexuelle Verlangen wurde definitiv unterdrückt. Ich weiß aus meinem eigenen Liebesleben, wie sexuell Frauen sein können, also sollte man meinen, dass Männer und Frauen im 21. Jahrhundert ein gleichermaßen befriedigendes Sexleben haben, oder? Nun, bereiten Sie sich auf einen Schock vor. Wenn es um den Orgasmus geht, gibt es einen eindeutigen Geschlechterunterschied."

Cara Delevingne auf den Spuren der weiblichen Sexualität

Cara Delevingne untermauert ihre Behauptung mit Statistiken und sagt, dass 95 Prozent der heterosexuellen Männer während des Geschlechtsverkehrs zum Orgasmus kommen, im Gegensatz zu nur 65 Prozent der heterosexuellen Frauen.

Doch auch diese Statistiken stellt das Supermodel infrage: "Um ehrlich zu sein, finde ich das viel zu hoch, die meisten meiner heterosexuellen Freundinnen sagen, es sind wahrscheinlich eher 15 oder 20 Prozent. Lesben und queere Frauen scheinen es definitiv besser zu haben."

Die 30-Jährige hinterfragt aber in ihrer Dokumentation auch die Biologie des Geschlechtsverkehrs: "Ich habe das Gefühl, dass Männer im Allgemeinen nicht mit den richtigen Werkzeugen ausgestattet sind, um mit Frauen umzugehen, insbesondere in sexueller Hinsicht." Aber Delevingne gibt auch zu, dass es Frauen aufgrund des männlichen Egos schwerer haben, ihre Wünsche zu kommunizieren: "Ich verstehe, es ist viel komplizierter für eine Frau, dir sagen zu müssen, dass du es nicht richtig machst, aber du musst dich hinsetzen und zuhören, was sie sagt. Ja, es ist ein Ego-Killer, den die meisten Männer dann erleben und sie können damit nicht umgehen."

Doch der "Orgasm Gap" ist nicht das Einzige, dem Cara Delevingne in ihrer Sex-Dokumentation auf die Spur geht. Das Model traf auch einen Sex-Experten in Holland, besuchte ein Filmset für ethische Pornografie und fertigte Vagina-Kunstwerke in Japan an.

Ab 29. November soll es die Folgen zuerst beim amerikanischen Sender Hulu und der britischen BBC Three zu sehen geben. 

Quelle: Mirror

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