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Trauriger Hintergrund Stars posten Schwarz-Weiß-Bilder: Was es mit "Challenge accepted" wirklich auf sich hat

"Challenge Accepted" Khloe Kardashian
Auch Khloe Kardashian macht bei der "Challenge accepted"-Aktion mit
© Screenshot Instagram khloekardashian
Auf Instagram posten einige Stars und Nutzerinnen gerade Schwarz-Weiß-Fotos von sich. Die Aktion soll Frauen stärken – das Ganze hat einen traurigen Hintergrund, von dem die Wenigsten wohl wissen. 

Momentan dürften die Instagram-Feeds vieler Menschen ziemlich farblos aussehen. Seit einigen Tagen schon posten Frauen auf der Plattform Schwarz-Weiß-Bilder von sich und schreiben dazu "Challenge accepted". Mit der Aktion sollen Frauen bestärkt haben, für sich und andere Frauen einzustehen und die eigenen Stärken zu betonen – zumindest dachten das wohl viele. Denn eigentlich steht hinter der Challenge etwas anderes.

"Challenge accepted": Was hinter der Instagram-Aktion steckt

Denn zuletzt posteten vor allem türkische Frauen solche Fotos, um auf die steigenden Frauenmorde in dem Land aufmerksam zu machen. Während die offiziellen Zahlen schon hoch sind – um die 500 im vergangenen Jahr – soll die Dunkelziffer noch viel höher sein.

Mit den Schwarz-Weiß-Bildern sollen die Zeitungsartikel symbolisiert werden, in denen über Frauenmorde berichtet wird. Nach dem Motto: Es könnte jede treffen. Solidarische Posts, mit denen die Stimmen derer erhoben werden sollen, die nicht mehr für sich einstehen können. 

Immer mehr Posts nach Alexandria Ocasio-Cortez' Rede

Wie ein Instagram-Sprecher der "New York Times" verrät, zieht der Trend auf der Plattform noch immer an. Grund hierfür war offenbar auch die Rede von Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez im US-Kongress vergangene Woche, in der sie auf Sexismus aufmerksam machte. 

"Das war der Funke, der zum Wiederaufleben der Hashtag-Aktion führte", erklärt PR-Expertin Cristine Abram der "New York Times". "Es hat alles mit dem Empowerment von Frauen zu tun. Es gab diesen Hashtag, der bereits existierte, um das Bewusstsein für andere große Themen zu schärfen. Dadurch konnten die Teilnehmerinnen viel schneller Fuß fassen, weil der Algorithmus bereits mit dem Hashtag vertraut war", sagt sie.

Weil viele Frauen ihre Selfies nur mit der Unterschrift "Challenge accepted" versahen, war einigen Nutzern nicht klar, worum es in der Challenge überhaupt geht. Auf Twitter monierten einige, die Aktion habe keinen tieferen Hintergrund und die Frauen sollten lieber Hotlines, Bücher, Petitionen oder Wohltätigkeitsorganisationen posten, die sich um Frauenrechte bemühen. 

Quelle: "New York Times"

ls

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