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"En kongelig Affære": Mads Mikkelsen findet Kostümfilme langweilig

Eigentlich mag er keine Kostümfilme. Für den dänischen Film "En kongelig Affære" (Die Königin und der Leibarzt) hat Mads Mikkelsen aber eine Ausnahme gemacht. Der Film lief am Donnerstag im Wettbewerb der Berlinale.

Schauspielstar Mads Mikkelsen mag im Grunde keine Kostümfilme. Er finde sie oft langweilig, gestand der Däne auf der Berlinale. Im Falle von "En kongelig Affære" (Die Königin und der Leibarzt), der am Donnerstag im Wettbewerb des Festivals lief, sieht das für ihn aber ganz anders aus: "Dies ist ein Kostümfilm der besonderen Art, weil er eine wirklich berührende Geschichte erzählt."

Der erst Ende 2011 mit dem Europäischen Filmpreis für seinen "Europäischen Beitrag zum Weltkino" ausgezeichnete Mikkelsen spielt in dem visuell opulenten Film den Arzt und Aufklärer Johann Friedrich Struensee (1737-1772). Der Deutsche kämpfte um 1770 als Leibarzt und politischer Berater des Königs von Dänemark gegen den Absolutismus. Ein Liebesverhältnis mit der Königin wurde ihm zum Verhängnis.

Regisseur Nikolaj Arcel sieht den Film auch vor dem Hintergrund gegenwärtiger politischer Entwicklungen. "Heute, in Zeiten von intellektueller Intoleranz und von Fundamentalismus, ist dieser auf Tatsachen beruhende Film auch eine Hommage an die Gedanken der Aufklärung, die Gedanken von Männern wie Voltaire und Struensee", sagte Arcel auf der Berlinale.

kgi/DPA / DPA
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