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"Sex and the City": Fiese Intrigen und Zickenkrieg: Warum ihr Lächeln jahrelang nur gespielt war

Hinter den Kulissen von "Sex and the City" war die Atmosphäre schon lange vergiftet. Gehaltsdiskussionen, Nacktdeals, Divengehabe: Die Gründe, warum Kim Cattrall und Sarah Jessica Parker sich heute hassen.

Sex and the City

Fröhliches Lächeln trotz eisiger Stimmung: Die "Sex and the City"-Stars (v. l.: Kristin Davis, Sarah Jessica Parker, Cynthia Nixon und Kim Cattrall) gerieten während der Dreharbeiten immer wieder aneinander. 

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Mit ihren Themen revolutionierten die Darstellerinnen von "Sex and the City" in den Neunzigerjahren nicht nur die TV-Landschaft, sondern auch die öffentliche Debatte. Niemals zuvor wurde Freundschaft unter Frauen, das Single-Dasein in den Dreißigern und Nacktheit so offen und ungeniert gezeigt wie in der HBO-Serie. Millionen Frauen und Männer wollten Woche für Woche sehen, was Carrie Bradshaw ( ), Samantha Jones (Kim Cattrall), Miranda Hobbes (Cynthia Nixon) und Charlotte York (Kristin Davis) erlebten. 

Kim Cattrall schießt scharf gegen Sarah Jessica Parker

Doch von Freundschaft war hinter den Kulissen keine Spur. Den traurigen Höhepunkt erlebte der Streit unter den ehemaligen Kolleginnen kürzlich: Nach dem Tod ihres Bruders sah sich gezwungen, öffentlich zu ihrer Serienkollegin Sarah Jessica Parker Stellung zu beziehen. Denn die hatte Cattrall auf Instagram ihr Beileid bekundet. "Ich brauche weder deine Liebe, noch deine Unterstützung in dieser schweren Zeit, Sarah Jessica Parker", antwortete Cattrall ebenfalls auf Instagram und nannte Parker eine Heuchlerin. "Du bist nicht meine Familie. Du bist nicht meine Freundin", schrieb die 61-Jährige auf der Plattform.

Das öffentliche Zerwürfnis ist allerdings nur das Resultat einer jahrelangen Feindschaft. Seit Jahren halten sich hartnäckig Gerüchte, die beiden Frauen wären aufgrund ihres Divengehabes schon am Set aneinander geraten. Wie die Zeitung "New York Post" im Herbst vergangenen Jahres berichtete, habe der Zickenkrieg zwischen Parker und Cattrall die Dreharbeiten bestimmt. Abseits der gemeinsamen Szenen hätten Parker, Nixon und Davis oft kein Wort mit Cattrall gewechselt. Stattdessen hätten sie zu dritt Mittag gegessen, während die Darstellerin von Samantha Jones alleine - und oft weinend - in ihrem Wohnwagen gesessen hätte. Während der Dreharbeiten, die außerhalb New Yorks stattfanden, sollen sie in unterschiedlichen Hotels übernachtet haben. In Atlantic City, wo sich mehrere Episoden der fünften Staffel abspielten, mietete Parker sogar eine Villa für sich und ihre zwei Lieblingskolleginnen, während Cattrall in einem Hotel unterkam. 

Sex and the City

So sehen sie Fans am liebsten: Kristin David, Sarah Jessica Parker, Cynthia Nixon und Kim Cattrall am Set ihrer Erfolgsserie - doch gute Stimmung herrschte zwischen den Stars selten. 

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Sarah Jessica Parker und Kim Cattrall galten als die größten Diven am Set

Tatsächlich soll Cattrall aber vor allem gestört haben, dass Sarah Jessica Parker als Star der Serie galt. Parker bekam nicht nur mehr Szenen als ihre Kolleginnen, sondern auch noch mehr Geld - am Ende angeblich dreimal so viel wie Cattrall und Co. Während die 52-Jährige rund eine Million Dollar pro Folge verdient haben soll, bekamen die anderen Frauen etwa 350.000 Dollar. Für Cattrall damals ein Skandal. Sie hätte es lieber gesehen, die vier Schauspielerinnen hätten sich ein Beispiel an der Sitcom "Friends" genommen. Dort verhandelten die sechs Hauptdarsteller ein einheitliches Gehalt für alle - und bekamen so am Ende jeder eine Million Dollar pro Folge. 

Während Kim Cattrall oft nackt zu sehen war, durfte Parker ihren BH anbehalten

Doch nicht nur das Gehalt war Cattrall ein Dorn im Auge. Als sexversessene zeigte sie sich regelmäßig nackt. Sarah Jessica Parker durfte hingegen selbst in den Sexszenen immer ihren BH tragen. Als Parker zur ausführenden Produzentin befördert wurde, soll Cattrall besonders wütend geworden sein - denn Parker bekam so noch mehr Macht am Set und durfte den Handlungsstrang mitbestimmen. 

Doch nicht nur mit Parker sondern auch mit habe es während der Laufzeit von "Sex and the City" Streit gegeben. Angeblich habe Cattrall damals Nixons Babyplanung verraten, die die Storyline der Serie erheblich verändern würde. 

Am Ende der Dreharbeiten hieß es also alle gegen Kim Cattrall. Kein Wunder, dass die nach dem Serienaus 2004 sagte: "Wenn ich die vermisse, kann ich einfach eine DVD einlegen, wie jeder andere auch." An diesen Ratschlag müssen sich die Fans von "SATC" also klammern. Denn einen dritten Kinofilm wird es nach dem peinlichen Instagram-Zoff nicht geben. 

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