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"Transformers"-Star Shia LaBeouf Hollywoods neuer Bad Boy


Im kanadischen Vancouver hat sich Shia LaBeouf auf offener Straße eine Tracht Prügel abgeholt. Alkohol und eine große Klappe sollen die Auslöser gewesen sein.
Von Frank Siering, Los Angeles

Tagsüber teilt er sich derzeit grünen Tee mit Robert Redford am Set seines neuesten Films "The Company You Keep". Aber am Abend nimmt Hollywoods Bad Boy Shia LaBeouf offenbar auch schon mal härtere Flüssigkeiten zu sich.

Warum sonst kam es - mal wieder - zu einer öffentlichen Auseinandersetzung des "Transformers"-Stars? - Im kanadischen Vancouver flogen vor der derzeitigen Stammkneipe des 25-Jährigen die Fäuste.

Diesmal waren sogar laufende Handykameras Zeugen der Auseinandersetzung. Sie zeichneten auf, wie ein hemdloser, wabbelbäuchiger Kanadier dem körperlich klar unterlegenen LaBeouf vor dem "Cinema Public House" ordentlich den Hintern versohlte.

"Transformer" gegen Nackedei

Was aber war genau passiert? - Augenzeugenberichten zufolge waren LaBeouf und sein Widersacher schon im Etablissement aneinander geraten. "Es floss reichlich Bier, die Gemüter waren erhitzt", so ein Rausschmeißer.

Dann soll der Hollywood-Star den Kontrahenten plötzlich angeschrien und zu Boden gestoßen haben. Es kam zu einer kurzen Rauferei, bis Bar-Personal die beiden angeheiterten Streithähne vor die Tür setzen musste.

Hier ging es nun munter weiter. In einem Video, das seit gestern im Internet kursiert, liegt der "Transformers"-Kämpfer am Boden und wird von dem kanadischen Nackedei mit beiden Fäusten traktiert. Helfende Hände greifen schließlich ein und versuchen, einen offensichtlich aufgebrachten LaBeouf zu beruhigen.

Probleme mit Alkohol?

Es ist nicht das erste Mal, dass LaBeouf öffentlich Ärger hat. Im Februar flogen vor einer Taverne im sonst eher besinnlichen kalifornischen Sherman Oaks die Fäuste. Die Polizei musste eingreifen und sowohl LaBeouf als auch seinen Gegner vorübergehend in Gewahrsam nehmen. Auch bei diesem Zwischenfall soll reichlich Alkohol im Spiel gewesen sein.

Im Juli 2008 wurde der junge Superstar verhaftet, nachdem er - wieder angetrunken - in einen Verkehrsunfall verwickelt war. Sein Truck hatte sich dabei überschlagen. LaBeouf brach sich die Hand. Der Führerschein wurde ihm für ein Jahr abgenommen.

LaBeouf ist dafür bekannt, dass er häufiger eine sehr kurze emotionale Zündschnur hat. Als ihn vor einiger Zeit einige Paparazzi in New York verfolgten, drehte er den Spieß kurzerhand um, stürmte auf die Reporter zu und überschüttete sie mit heißem Kaffee.

Ein kleines Stückchen normale Welt

"Shia ist ein Mensch, der es nicht einsieht, dass er, nur weil er ein Filmstar ist, ständig und immer für alle verfügbar sein muss. Er möchte ab und zu auch mal als ganz normaler Bürger durch die Straßen gehen", sagt sein guter Freund Josh Duhamel.

Ein ganz normaler Bürger, der - wie er selbst sagt - "schon heute so viel Geld verdient hat, dass ich nie wieder auch nur einen Job anzunehmen brauche".

Ein Umstand, der eigentlich jeden anderen in den Zustand der heitern Gelassenheit versetzten müsste. Nicht aber Shia LaBeouf. Er haut, kneift und zerrt sich dieser Tage durchs Leben.

Doch vielleicht braucht einer wie er, der in Echo Park, dem Ghetto von Los Angeles, groß geworden ist, genau diese Straßenmentalität. Eine Mentalität, die ihm dieses kleine Stückchen normale Welt erhält. Auch wenn er dafür ab und zu mal ein bisschen Prügel einstecken muss.


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