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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Kochen, putzen, Geschlechtsverkehr

Männer sind Schweine. Das lehrt uns diese Woche Liliana Nova, die Ex-Frau von Lothar Matthäus. Auch Ramona Leiß weiß längst: Selbst ist die Frau.

Von Stefan Mielchen

Schmutzige Wäsche ist bekanntlich dazu da, gewaschen zu werden. Und wo man schon mal dabei ist, kann man ja auch gleich nackig für die Zeitung posieren. So dachte sich das wohl eine gewisse Kristina Liliana Tchoudinova. Die 24-Jährige hört derzeit noch auf den Namen Matthäus, will von ihrem einstigen Loddar-Leben aber nichts mehr wissen. So freizügig wie nie zeigt sich die ehemalige Ex-Spieler-Frau seit dieser Woche in der Herrengazette "FHM". Doch weil ihre Brüste nach der Silikonentfernung wieder auf Normalmaß geschrumpft sind, mussten wohl noch ein paar derbe Sprüche her, um in diesem Umfeld überhaupt wahrgenommen zu werden. Lothar Matthäus sei ein Machtmensch und ein Kontrollfreak, erklärte Liliana: "Unsere Ehe ging ja auch kaputt, weil ich 24 Stunden am Tag für ihn da sein sollte." Das konnte nicht gut gehen. Kochen, putzen, Geschlechtsverkehr: Eine solche Rundum-Betreuung hält auch der stärkste Kerl nicht aus. Betrogen habe er sie, Geld schulde er ihr und "obwohl er fest liiert ist, erzählt er mir, dass er mich noch liebt und unbedingt wieder zurückhaben möchte", behauptet das Unschuldslamm. Klar, dass die gebürtige Ukrainerin unter solchen Umständen so schnell wie möglich die Scheidung durchhaben will, um den belasteten Namen abzulegen. Auf Facebook nennt sie sich bereits Liliana Nova, auf RTL entlarvte sie ihre wahren Motive: "Es verkauft sich natürlich immer besser, wenn man ein bisschen provokativer dargestellt wird, ein bisschen schlechter." Liliana Nova - ganz die Alte!

Gut, dass es auch noch aufrichtige Menschen gibt. So konnte sich die Nation in dieser Woche davon überzeugen, dass selbst Versicherungsvertreter super sympathische Typen sein können. Interviews, Talkshows: Die Carsten-Maschmeyer-Festspiele zeigten den Selfmade-Man vom Maschsee als menschlichen Multimillionär. Der Ferres-Gespiele gab sogar zu, dass er seine Vroni nicht durch das Ablegen seines ekligen Schnauzbartes rumgekriegt habe, sondern eher mit seinem Vermögen: "Gesellschaftlich wären wir uns in der Form wahrscheinlich sonst kaum begegnet. Es sei denn, ich hätte mich als Kellner oder Kameramann in ihre Nähe geschmuggelt." Als Ferres und Maschmeyer sich kennenlernten, habe sie ihn um Rat für die richtige Assekuranz ersucht, beschreibt Maschmeyer in seinem neuen Buch und ergänzt in einem "Bild"-Interview: "Fest steht: Liebe ist keine Frage des Kontostandes." Einige seiner engsten Freunde sollen bei der Lektüre laut gelacht haben.

Ramona Leiß und die 33-Zentimer-Rache

Ganz im Gegensatz zu Top-Moderatorin Ramona Leiß, der in dieser Woche mal kurz der Mund offen stehenblieb. Die Dschungelbewohnerin wird aktuell mit ein paar weiteren Insassen des Kakerlakenknastes im "Promi-Dinner" wiederverwertet - der Rubel will schließlich rollen. Und weil Rocco Starks mediale Halbwertzeit auch schon wieder überschritten ist, ließ sich der 25-Jährige Schauspielerdarsteller eine kleine Frechheit einfallen, um aufzufallen: "Ich habe das Gefühl, du bist sexuell nicht ausgelastet", schmeichelte er sich an die 54-Jährige ran, um ihr anschließend einen besonders strammen Max zu servieren: 33 Zentimeter schmutzige Phantasie in Form eines XXL-Vibrators. Das sei zuviel des Guten, rang Ramona um Fassung: "Das Gastgeschenk werde ich wahrscheinlich nicht benutzen", stammelte sie. Andererseits ... .

Dass der Herbst auch abseits solcher Anzüglichkeiten noch schöne Tage haben kann, führt die 65-Jährige Gitte aktuell in "Let's Dance" vor. In einem optisch gewöhnungsbedürftigen Tigerfummel trotzte die Schlagersängerin ihrer im Training gebrochenen Rippe und tanzte sich in die Herzen der Jury. Dort war Tanztrainer Roman Frieling besonders angetan: "Man darf nicht vergessen, dass sich andere in ihrem Alter fragen, wenn sie über den Friedhof gehen: ‚Lohnt sich noch der Weg nach Hause?'" lobte er. Einmal losgelassen, kannte auch Kollegin Maite Kelly kein Halten mehr: "Du bist ne richtig kleine Sau. Wir wollen mehr davon", gab sie der verdutzten Volksmusiklegende Patrick Lindner auf den Weg, der zuvor lasziv mit dem Popo gewackelt hatte. "Ich bin unter Schock", entschuldigte Kelly ihre hormonellen Wallungen. Das ging auch anderen so.

Abgestandenes von der Nick

War sonst noch was? Na klar: Lästerzunge Desirée Nick muss auch sehen, wo sie bleibt. Daher wärmte die 55-Jährige ein paar ihrer abgestandenen Gags in dieser Woche noch einmal im Fernsehen auf: Verona Pooth sei das It-Girl der Geriatrie, Uschi Glas bekomme Komplimente für ihre braunen Kroko-Schuhe, wenn sie mit nackten Füßen unterwegs sei. Und der unvermeidlichen Anouschka Renzi gehe beim Bücken der Mund auf - so schlecht sei die geliftet. Alles schon x-mal gehört? Macht nix! Denn der schale Aufguss des Nickschen Comedyprogramms dürfte kaum jemanden gejuckt haben. Er fand beim bedauernswerten Thomas Gottschalk im ARD-Vorabendprogramm statt - und damit unter Ausschluss der Öffentlichkeit.