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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick Viel Wind um Sandy


Sturm "Sandy" hält alle in Atem: Sandy Pocher öffnet sich, Pamela Anderson sorgt sich um Tiere. Justin Bieber tätowiert sich Eulen - und Johannes B. Kerner erinnert sich an eine tierisch wilde Jugend.
Von Stefan Mielchen

In einer Woche, in der alle über Sandy sprechen, durfte eine C-Prominente natürlich nicht fehlen, die sich mit Naturkatastrophen bestens auskennt: Alessandra Pocher war schließlich mal drei Monate mit Boris Becker verlobt. Ihre wilde Vergangenheit hat die 29-Jährige zwar hinter sich gelassen. Angesichts des gleichnamigen Hurrikans schilderte Sandy in dieser Woche aber, dass auch Ehemann Olli ihr Herz im Sturm erobert habe: "In einem fünf- bis sechsstündigen Gespräch", wie das ehemalige Frollein Meyer-Wölden den Schönwetter-Experten der "Bunten" in den Block diktierte.

Zuvor hatte sich die Schmuckdesignerin vertrauensvoll an den Groß-Komödianten gewandt, der immer so lustige Sätze über seine künftige Gattin sagte wie diesen: "Für Sandy trifft die Redensart zu: zu jung zum Sterben, zu alt für Lothar Matthäus." Und offenbar zu doof, um nicht auf einen wie ihn hereinzufallen. "Warum lästerst du immer über mich, du kennst mich doch nicht?", will ihn Sandy beim ersten Mal gefragt haben. Pochers Antwort fiel offenbar überzeugend aus - kurz danach war sie schwanger.

Justin Bieber als Pacman

Auch andere Promis hatten in dieser Woche mit dem "Frankenstorm" zu kämpfen - vor allem jene, die versuchten, die Verhaltensregeln der "Washington Times" zu befolgen: "Trinken Sie nichts, bleiben Sie nüchtern" hatten die Zeitungsleute geraten und sich sofort den Unmut von Hollywoods Vorzeige-Alkoholikern zugezogen: "Hört auf, das Schlimmste vorherzusagen", empörte sich etwa die ewige Schauspielschülerin Lindsay Lohan über die wetterbedingte Prohibition. Und auch Baywatch-Boje Pamela Anderson hatte ihre eigenen Probleme: "Denkt daran, kümmert euch um eure tierischen Gefährten", forderte die Silikone.

Das ließ sich Justin Bieber nicht zweimal sagen: Der Sänger präsentierte in dieser Woche gleich mehrere neue Spielgefährten. Den Unterarm des Teenie-Stars ziert neuerdings ein Eulen-Tattoo. Das macht seinen ganzjährigen Halloween-Look zwar nicht besser, aber den Versuch scheint's wert gewesen zu sein: "Eule bedeutet: weise, majestätisch und mächtig", twitterte der 18-Jährige zur Erläuterung seiner optischen Selbstverstümmelung. Schön, wenn man seine Träume noch leben kann. Die nächste Überraschung folgte auf dem Fuße - oder besser auf vier Pfoten: Bieber lässt künftig den Hamster bohnern! Das possierliche Tierchen hört auf den Namen Pac und ist sein neues Haustier. Der niedliche Nager soll den Sänger auch auf Tournee begleiten. Konsequent, denn musikalisch ist Justin über das Niveau des Hamster-Songs ohnehin nie hinausgekommen.

Ron Wood traut sich wieder

Womit wir auch schon bei Ron Wood angelangt wären. Der könnte zumindest aus voller Überzeugung in den Refrain des beliebten Liedes einstimmen: "Polygamie, Polygamo, Polygamiahiaho" kennzeichnet schließlich auch seinen Lebensabend. Die 65-jährige Rolling-Stones-Legende hat sich in dieser Woche einmal mehr verlobt: Sally Humphries heißt die Glückliche, die schlappe 31 Jahre jünger ist als das Wrack an ihrer Seite. "Wir lassen es langsam angehen", hatte Wood dem US-Magazin "People" zwar noch im Februar anvertraut. Doch die Entdeckung der Langsamkeit scheint im Alter irgendwie schneller zu gehen: Nach nur einem halben Jahr stehen die Zeichen nun auf Ehe.

Dass Sally aufs richtige Pferd gesetzt hat, darf allerdings bezweifelt werden. In den letzten vier Jahren hat der gute Ron bereits drei junge Dinger verschlissen. "Erst war er nett, kaufte mir Geschenke", hatte seine letzte Flamme Ekaterina Ivanova der britischen "Sun" verraten. "Aber wenn er betrunken war, fing er an, mich zu beschimpfen, warf Wasserflaschen nach mir, schlug mich." Da scheint das letzte Ja-Wort noch nicht gesprochen zu sein.

Kerner im Knast

Apropos Gewalt gegen Wehrlose: Auch Johannes B. Kerner, der früher mal alles an die Wand moderieren durfte, was sich im Farbfernsehen tummelte, wird auf seine alten Tage irgendwie kauzig. Mittlerweile muss er schon in anderer Leute Talkshows gehen, um noch registriert zu werden. Und so plauderte er in dieser Woche in "Inas Nacht" gewohnt unlocker über seine ach so wilden Zeiten. Mit 28 hat Kerner nämlich mal mit einem Kumpel ein H&M-Plakat geklaut, auf dem sich das Model Anna Nicole Smith räkelte. "Das eigentlich Blöde war, dass wir das Riesenplakat samt Pappwand mit in den Bus genommen haben", erklärte er. Zur Belohnung durfte der kleine Johannes damals eine Nacht im Gefängnis verbringen. Das eigentlich Blöde war, dass sie ihn da wieder rausgelassen haben.

War sonst noch was? Na klar! Einer, der offenbar dringend eingewiesen gehört, lümmelte sich in dieser Woche bei Show-Titan Markus Lanz: Schauspiel-Schönling Helmut Berger ist mittlerweile so durch, dass auch er sich in dessen Sendung setzen muss. Wetten, dass das nicht gut gehen konnte!? Wirre Haare, wirre Worte, wirrer Blick: Egal, was der 68-Jährige genommen hatte - es war entweder zu viel oder zu wenig. Erst nickte er im Sessel ein, dann bepöbelte er Weltstars wie Ute Freudenberg und Jasmin Wagner vor laufender Kamera. Und schließlich griff er Parodisten-Parodie Jörg Knör noch in den Schritt - statt dem mal tüchtig eine zu schallern. Moderationsmaschine Lanz stellte lediglich fest, was wir schon immer dachten: "Ich habe mir die Sendung irgendwie anders vorgestellt." Und Berger? Der ehemals schönste Mann der Welt hatte den Auftritt wohl als Casting fürs Dschungelcamp begriffen, für das er seit dieser Woche gehandelt wird. Satte 150.000 Euro will er für den Ausflug nach Australien haben. Doch seit Lanz ist klar: Der Mann ist jeden Cent wert!


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