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Abgewatscht - die Promi-Satire: Immer auf die Kleinen

Zum Jahresende haben die Promi-Frauen nochmal ordentlich aufgeräumt: Slavica Ecclestone reichte die Scheidung von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ein, Paris Hilton servierte Benji Madden ab und Mariah Carey strich jeglichen Alkohol-Genuss. Oder ist sie am Ende doch nur schwanger?

Von Stefan Mielchen

So viel Beziehungsstress auf einmal war selten. Nicht allein Madonnas Blitzscheidung beherrscht in dieser Woche die Schlagzeilen. Auch andere VIPs beweisen, dass bei der Liebe der Spaß aufhört. Allen voran Boris Becker: "Ich bin der letzte, der eine öffentliche Schlammschlacht braucht", teilte er jetzt in einem Interview mit. Konsequenterweise gab er das dem offiziellen Schlammschlacht-Zentralorgan mit den großen Buchstaben: "Auf meiner Seele ist herumgetrampelt worden! Meine Familie ist in Mitleidenschaft gezogen worden" - also schöner hätte es Sandy Meyer-Wölden auch nicht sagen können. Doch jetzt malt Becker sein eigenes Bild der Trennung: Nicht er habe Schluss gemacht, sondern sie! Wie in solchen Kreisen üblich per SMS. "Die letzten drei Wochen waren die Hölle", klagt Boris, der ja - siehe oben - keine Schlammschlacht will. Aber wer hat behauptet, dass Männer intelligent sein müssen?

Frauen sind da im Zweifel gewitzter. So wie Slavica, die Gattin von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Sie lässt sich nach 24 Jahren Ehe jetzt auszahlen. Und das kann teuer werden: Bernies Vermögen wird auf 2,8 Milliarden Euro geschätzt! Während er mit 78 nicht mehr ganz taufrisch sein dürfte, finanziert sich die 50-Jährige mit der Scheidung wohl ihren zweiten bis dritten Frühling.

Den hat Paris Hilton zwar noch vor sich. Aber immerhin belegt sie auf der nach oben offenen Blödheitsskala bereits seit geraumer Zeit eine Spitzenposition. Kaum war sie mit Benji Madden liiert, faselte sie schon von Hochzeit. Jetzt ließ sie ihren Angebeteten fallen wie eine ausrangierte Barbiepuppe. "Loyal und süß" sei Benji gewesen, aber eben nicht mehr, teilte die Blondine mit. Neun Monate ging sie mit diesem Erkenntnisgewinn schwanger, bevor in dieser Woche das Aus kam.

Schlimmer als im Knast

Britney Spears klagte derweil, ihr Leben sei "schlimmer als eine Gefängnisstrafe". Nun, das behaupten andere von ihrer Musik, aber sei's drum. Das Bekenntnis stammt aus einer Doku über den Popstar. Was auch eine bizarre Logik offenbart: Britney beklagt, eine durch und durch öffentliche Person zu sein. Und zwar öffentlich: 90 Minuten lang auf MTV. "Ich wollte diesen Film machen, weil ich glaube, nicht richtig wahrgenommen zu werden", sagt sie. So lässt sich ein Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom auch begründen. Immerhin hält sich die Dame als Trostspender angeblich jetzt ein italienisches Model namens Marco D'Angelo. Natürlich ganz, ganz geheim!

Mit einem Engel kann Britneys Pop-Kollegin Pink nicht aufwarten. Sie hat nach ihrer Trennung von Carey Hart jetzt Gartenarbeit als Therapie entdeckt: "Ich habe einen Bio-Gemüsegarten mit Tomaten, Gurken, Melonen, Spinat, Pfeffer und Sonnenblumen angelegt. Und ich koche wie ein Weltmeister", erklärte die 29-Jährige. Frustfraß gegen Beziehungsstress? Das geht auch anders: Gitte Haenning etwa zog einfach weiter Richtung Sibirien. Nachdem sie und Musicalproduzent Friedrich Kurz nach 14 Jahren kein Liebespaar mehr sind, verließ Gitte die gemeinsame Bleibe am Brandenburger Tor. Jetzt wohnt sie weit draußen in Ostberlin. Ob's das besser macht?

Ist überhaupt noch jemand liiert?

Angesichts solch zahlreicher Trennungen stellt sich die Frage, ob überhaupt noch jemand zusammen ist. Da stimmt es doch hoffnungsfroh, dass wenigstens Sandy von den No Angels in dieser Woche mitteilte, mit ihrem Liebsten ein Kind gezeugt zu haben. Im April soll's soweit sein. Und auch Mariah Carey wird nachgesagt, schwanger zu sein. In diesem Fall will das aber nichts heißen. Sie wurde laut perezhilton.com bekleidet an einem Pool gesichtet und habe im Gegensatz zu ihrem Mann Nick Cannon nur Alkoholfreies zu sich genommen. Das lässt sich allerdings viel simpler erklären als mit anderen Umständen: Wer keinen Bikini trägt, zeigt auch keine Orangenhaut. Und wer keinen Alkohol trinkt, bleibt trocken.

Zu viel Intelligenz darf man Prominenten beim Thema Schwangerschaft übrigens nicht unterstellen. Im britischen Dschungelcamp musste Fotomodel Nicola McLean außer Krokodilaugen auch Känguruhoden verspeisen. Jetzt befürchtet die Schöne, befruchtet zu sein: "Ich habe die Moderatoren gefragt, ob in den Hoden Samen war - und so war es! Ich habe also Känguru-Samen geschluckt." In Zukunft hüpft McLean wahrscheinlich über den Laufsteg. Mit ihrem Jungen im Beutel.

Totgeglaubte leben länger

War sonst noch was? Na klar: US-Schauspielerin Miley Cyrus lebt noch! Das wäre an sich keine Erwähnung wert, hätte man den Star der Fernsehshow "Hannah Montana" nicht versehentlich für tot erklärt. Unbekannte knackten den YouTube-Zugang der 15-Jährigen und setzten das Gerücht in die heile Teenie-Welt. Irgendwie erinnert hier alles an eine gewisse Britney Spears. Das süße Mädchen von nebenan, das bereits 25 Millionen Dollar schwer sein soll: immer liebenswert, stets fröhlich und vor allem - keusch, so wie es der Amerikaner liebt. Von der Dame wird man noch hören...

Wie unzüchtig geht es dagegen hierzulande zu. Edelstripperin Dita von Teese etwa beklagte jetzt, wie lange sie auf ihren ersten Kuss habe warten müssen: erst mit 13 ging's los! In dem Alter war Schauspieler Jan Fedder längst weiter, wie er diese Woche herausposaunte, als ob das plötzlich jemanden interessiert hätte: "Mit zehn wusste ich, was eine Nutte treibt, mit elf habe ich meine erste Zigarette geraucht, mit 13 hatte ich mein erstes Mal in einem Partykeller, mit 14 Jahren meinen ersten Tripper und die erste ungeklärte Vaterschaft am Hals." Opa erzählt vom Krieg, möchte man meinen. Aber irgendwie klingt das auch beruhigend. War doch nicht alles schlecht früher!