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Amy Winehouse: Ab in die geschlossene Anstalt!

Jetzt wird Amy Winehouse auch noch handgreiflich: Nach einer wilden Drogennacht und einem Wutanfall hat sie am Wochenende eine Nacht hinter Gittern verbracht - ein neuer Tiefpunkt im Leben der Skandalsängerin. Ihr Vater meldet sich nun zu Wort und will seine Tochter in eine geschlossene Anstalt einweisen.

Wieder Wirbel um Amy Winehouse: Die britische Soul-Diva hat am Wochenende eine Nacht im Polizeigewahrsam verbracht und ist am Samstag nach einer Verwarnung wegen einer Tätlichkeit entlassen worden. In einer Erklärung bedauerte die 24-Jährige, "einen Mann mit der offenen Hand geschlagen zu haben" und akzeptierte die Verwarnung. Der Vorfall mobilisierte Paparazzi, Medienvertreter und Fans. Die Beamten der Polizeiwache in Holborn schleusten Winehouse am Gros der Menge vorbei, indem sie sie durch den Hintereingang entließen. Aber auch dort warteten Fotografen auf die Sängerin, deren überragender musikalischer Erfolg mit dem Album "Back To Black" ihr laut der "Reichenliste" der "Sunday Times" inzwischen 10 Millionen Pfund (13 Millionen Euro) eingebracht hat. Einige Fotografen kletterten sogar auf die Dächer parkender Autos, um einen besseren Blickwinkel für ihre Kameras zu bekommen.

Am Sonntag heizten die Eltern von Winehouse die Debatte über den Star mit Interviews in der Boulevardpresse an. Ihr Vater Mitch, ein Taxifahrer, sagte in "The News of the World Sunday", er würde seine Tochter am liebsten in einer geschlossenen Anstalt sehen. Mutter Janis sagte dem "Sunday Mirror" sie hoffe, dass ihre Tochter ihren inhaftierten Mann Blake Fielder-Civil verlasse. "Die Lage ist außer Kontrolle, ich will sie von der Straße haben", sagte sie. Der "Daily Star Sunday" sah die Ehe schon gescheitert und titelte, der geschasste Fielder-Civil wolle jetzt ein großes Stück vom Millionenvermögen der Sängerin haben.

Winehouse hatte sich am Freitagnachmittag selbst in die Polizeiwache im Stadtviertel Holborn begeben, um sich der Befragung zu dem Zwischenfall zu stellen, über den die Londoner Boulevardpresse vergangene Woche ausführlich berichtete. Auch dabei wurde sie von Dutzenden Fotografen und Fans beobachtet. In einer von ihrem Sprecher Chris Goodman veröffentlichten Erklärung räumte Winehouse am Samstag ein, eine Tätlichkeit begangen zu haben. Ihrer Schilderung nach hat sie einem Mann eine Ohrfeige gegeben. Der angegriffene Mann wurde in Boulevardzeitungen mit den Angaben zitiert, er sei von Winehouse in einem Gasthaus in Camden geschlagen worden, nachdem er ihr beim Pool-Billard in die Quere gekommen sei. Einem anderen habe Winehouse am frühen Mittwochmorgen einen Kopfstoß verpasst, als er ihr ein Taxi habe rufen wollen.

Verwarnung ist keine Vorstrafe

Die fünffache Grammy-Siegerin hat erst kürzlich eine Entziehungskur begonnen. Im Oktober wurde sie zusammen mit ihrem Mann Blake Fielder-Civil in der norwegischen Stadt Bergen wegen Drogenbesitzes verhaftet. Ein Video, das sie beim Rauchen von Crack zeigen soll, wurde kurz vor der diesjährigen Grammy-Verleihung im Internet verbreitet und bewog die US-Behörden dazu, ihr das Visum zu verweigern, das sie für die Reise zur Verleihung der wichtigsten amerikanischen Musikpreise nach Los Angeles benötigte. Winehouse erhielt für "Back To Black" in Abwesenheit fünf der begehrten Trophäen.

Die Verwarnung bedeutet, dass zunächst keine weiteren strafrechtlichen Schritte gegen Winehouse eingeleitet werden. Der Zwischenfall bleibt aber in ihrem Führungszeugnis vermerkt und kann gegen sie verwendet werden, sollte sie zukünftig einer ähnlichen Tat beschuldigt werden.

Raphael Satter/AP