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PR-Debakel für Brad Pitt Mrs. Knallhart: Wie Angelina Jolie ihre Scheidung durchzieht

Angelina Jolie
Angelina Jolie überlässt nichts dem Zufall, schon gar nicht bei ihrer Scheidung.
© Picture Alliance
In den Medien galt Angelina Jolie von Anfang an als Gewinnerin der Scheidungs-Schlacht. Für Brad Pitt hingegen sieht es schlecht aus. Das liegt auch an der ausgefeilten Presse-Taktik von Jolie.

Kein Bedauern, kein Versprechen, man wolle Freunde bleiben und kein übliches Blabla von gegenseitiger Liebe und Respekt: Die Scheidung von Angelina Jolie und Brad Pitt läuft anders, als man es sonst von Promi-Paaren kennt. Statt einer gemeinsamen Erklärung mit den Standard-Floskeln gab es getrennte Statements. Und die hatten es in sich.

Vor allem Jolie überraschte mit einer zweideutigen Botschaft, die sie durch ihren Anwalt ausrichten ließ. Die Entscheidung sei zum Wohle der Familie gefallen - "for the health of the family", heißt es im Original. Mehr war von ihr nicht zu hören, doch dieser Satz genügte, um Gerüchte zu befeuern. "Tmz.com" berichtete schon in der ersten Meldung, dass Brad Pitt ein Problem mit Alkohol und Marihuana habe, außerdem schnell wütend werde. Jolie sei deshalb besorgt um die sechs gemeinsamen Kinder, hieß es von einer anonymen Quelle. Jetzt ist sogar von einem handgreiflichen Vorfall in der vergangenen Woche die Rede, gegen Pitt wird wegen Kindesmisshandlung ermittelt.

Der Kampf um die Kinder wird zum Krieg

Die Vermutung liegt nahe, dass Jolies Berater dem Klatschportal als Teil ihrer Strategie einen Tipp gegeben haben, um Pitt schlecht dastehen zu lassen. Dafür spricht auch der Zeitpunkt, zu dem die Geschichte öffentlich wurde: Die großen Boulevard-Blätter wie "People" und "US Weekly" haben ihren Redaktionsschluss alle am Montagabend. Am Dienstagmorgen blieb Brad Pitt also nichts anderes übrig, als ebenfalls ein Statement online abzugeben. Zu "People.com" sagte er, dass er sehr traurig sei und das Wohl der Kinder im Vordergrund stünde. Da war er allerdings schon längst in der Verteidigungshaltung und damit in der schlechteren Position - die meisten Medien berichteten negativ über ihn, von Affären bis Drogenmissbrauch war alles dabei.

"MarieClaire.com" interviewte den ehemaligen Hollywood-Pressesprecher Rob Shuter, der unter anderem für die Kommunikation bei der Trennung von Ben Affleck und Jennifer Lopez zuständig war. Seiner Meinung nach wurde Pitt mit der Nachricht überrumpelt. "Sein Team war klar hinterher, denn sie haben die Geschichte, dass Pitt ein schlechter Vater sei, stundenlang so stehen lassen", sagt Shuter. "Das ist jetzt wie im Krieg, wie in der Politik. Sie sind wie Hillary und Donald. Beide haben ihre Teams, die im Notfall reagieren", erklärt der Profi. 

Angelina Jolies Team steuert die Berichterstattung

Er hält Jolie für sehr klug und strategisch, was den Umgang mit den Medien angeht. "Sie ist ihr eigener Pressesprecher, sie trifft die Entscheidungen und stellt dann Leute ein, die diese ausführen", wird Shuter zitiert. Jolies Ziel ist klar: Sie will das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht für die drei leiblichen und drei adoptierten Kinder. Keine Kleinigkeit, wenn man bedenkt, dass beide Schauspieler keinen festen Wohnsitz haben, sondern meist gemeinsam um die Welt tingelten. Unterhaltsforderungen stellte Angelina Jolie nicht, wohl auch, um deutlich zu machen, dass es ihr nur um die Kinder geht. Die 41-Jährige überlässt nichts dem Zufall - schon gar nicht ihre Scheidung.

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