Anklage Ernst-August schlägt wieder zu


Ernst August Prinz von Hannover muss sich wieder wegen des Verdachts der vorsätzlichen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Der Aristokrat soll in Österreich im Februar einen 30 Jahre alten Tontechniker beschimpft und getreten haben.

Ernst August Prinz von Hannover muss sich wieder wegen des Verdachts der vorsätzlichen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Der Aristokrat werde in Österreich vom Bezirksgericht Bludenz vorgeladen, bestätigte das Landesgericht in Feldkirch (Bundesland Vorarlberg) am Montag. Dem Chef des niedersächsischen Welfenhauses wird zur Last gelegt, im vergangenen Februar im Wintersportort Zürs einen 30 Jahre alten österreichischen Tontechniker getreten zu haben. Bei der Geburtstagsfeier für den Skilehrer seiner Frau, Caroline von Monaco, soll der Prinz den Mann zuvor unflätig beschimpft haben.

Es droht bis zu einem Jahr Gefängnis

Wie ein Sprecher des Landesgerichts erklärte, steht ein Termin für die Vorladung noch nicht fest. Im Falle eines Schuldspruches drohten bis zu einem Jahr Gefängnis. Der Adelige hat jede Schuld von sich gewiesen und dem Österreicher in einer in London abgefassten Erklärung vorgeworfen, 70 000 Euro kassieren zu wollen. Der Tontechniker bestritt, Geld verlangt zu haben.

Bereits zum fünften Mal muss sich nun voraussichtlich ein Gericht mit den Ausfällen von Ernst August Prinz von Hannover beschäftigen. Im Dezember 2001 war er wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe und einer Geldbuße von 500.000 Mark (255.000 Euro) verurteilt worden. Er soll 1999 bei den Salzburger Festspielen eine Fotografin getreten, ein halbes Jahr später einen Discobetreiber auf der kenianischen Insel Lamu geschlagen und im Jahr 2000 die Leiterin der «Bild»-Zeitung Hannover am Telefon beleidigt haben. 1998 musste er 90 000 Mark (45 900 Euro) Geldbuße an einen Kameramann zahlen, den er mit einem Regenschirm attackiert hat.


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