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Zeuge im Prügelprozess: Opfer von Ernst August "spielte Theater"

Im Wiederaufnahmeverfahren hat ein Zeuge Ernst August Prinz von Hannover den Rücken gestärkt. Er bezweifelt, dass der Prinz das vermeintliche Opfer zusammengeschlagen hat. Die Verletzungen könnten vielmehr von einem Unfall stammen.

Im Prozess um die Attacke von Ernst August Prinz von Hannover auf einen Discobesitzer in Kenia hat am Dienstag ein langjähriger Vertrauter und Mitarbeiter des Opfers die Aussage des Adligen gestützt. Nach dem Angriff habe er zwei Tage lang die Version seines Chefs geglaubt, wonach er vom Ehemann der Prinzessin Caroline von Monaco "fürchterlich verprügelt und schwer verletzt wurde", sagte der 53-Jährige am Dienstag vor dem Landgericht Hildesheim. Nach mehreren Gesprächen mit Augenzeugen sei er dann allerdings ins Grübeln gekommen. "Meine Einschätzung war, dass es ein großes Spiel war, ein Theaterstück."

Direkt nach der Attacke im Januar 2000 war er von seinem Chef, Josef Brunlehner, angerufen worden. Dieser habe von Todesangst gesprochen. Er sei von einer Horde gejagt und festgehalten worden, gab der Zeuge das Telefonat wieder. Ernst August habe laut Aussage des Hoteliers mit einem harten Schlagwerkzeug mehrfach auf ihn eingeschlagen. Umgehend hätten die Mitarbeiter einen Rettungsflug in eine Klinik organisiert, betonte der Zeuge, der zehn Jahre lang mit Brunlehner in Kenia zusammengearbeitet hatte. "Als wir am Flugzeug auf Joe warteten, hatten wir ein blutendes Bündel Mensch erwartet. Das war er aber nicht", schilderte der 53- Jährige. Die etwa 50 Meter zum Flugzeug legte Brunlehner zu Fuß zurück. Auf dem 90-minütigen Flug habe Joe jedoch dauernd gejammert, über starke Schmerzen geklagt und sogar etwas Blut ausgespuckt. Er habe seinem Chef auch geglaubt, weil er in der Maschine dessen Verletzungen sah. "Der Brustkasten war ordentlich lädiert. Es gab etliche lange Striemen vom Brustbein zu den Rippen", sagte der Zeuge.

Diese Verletzungen stammten nach Meinung des Zeugen jedoch von einem Sturz des Hoteliers in dem Boot, das ihn nach der Attacke auf seine Heimatinsel gebracht hatte. "Das ist mir später auch mal passiert, und ich hatte exakt die gleichen Striemen am Oberkörper. Da ist mir klar geworden, dass die Version nicht stimmen kann." Zudem habe ihm auch der damalige Bootsführer, der bei der Attacke dabei war, gesagt, "Joe" wurde lediglich geschubst und zweimal geohrfeigt.

Intensivstation wegen früherer Krankheit

In der Klinik seien keine ernsthaften Verletzungen diagnostiziert worden, "er musste aber 24 Stunden zur Beobachtung auf der Intensivstation bleiben, weil er Jahre zuvor bereits einen Herzinfarkt hatte", erklärte der Mitarbeiter Brunlehners im Zeugenstand. Sein Chef habe ihm zugleich Anweisungen gegeben, die Presse über die Attacke zu informieren. "Ich sollte sagen, der Prinz habe ihn mit einem Schlagring mehrfach geschlagen."

Ernst August hatte den Angriff zwar eingeräumt, aber nur von zwei Ohrfeigen gesprochen: "One for the music, one for the light." Vor gut fünf Jahren war der Adlige vom Landgericht Hannover wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 445.000 Euro verurteilt worden. Das Gericht hatte das Verfahren wieder aufgerollt, weil neue Zeugen die Version des Adligen stützen. An diesem Mittwoch wird der Prozess fortgesetzt. Dann soll der Bootsführer, der Augenzeuge des Angriffs des Prinzen war, aussagen.

AP/DPA / AP / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?