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Anna Wintour: Von der "Vogue"-Chefin zur Botschafterin?

In der Modewelt ist Anna Wintour gefürchtet wie keine andere. Jetzt könnte die "Eiserne Lady" auch die Politik erobern - als Botschafterin. Das Weiße Haus will die Spekulationen nicht kommentieren.

Das Weiße Haus will Spekulationen über einen möglichen Botschafterposten für die "Vogue"-Chefredakteurin Anna Wintour nicht kommentieren. Es gebe keine Personalentscheidungen zu verkünden, sagte Regierungssprecher Jay Carney am Mittwoch in Washington. Er dementierte damit aber auch nicht Medienberichte, nach denen die 63 Jahre alte Top-Journalistin des einflussreichen amerikanischen Modemagazins einen Botschafterposten etwa in Großbritannien oder Frankreich bekommen könnte.

"Der Präsident schaut in all seinen Personalentscheidungen auf das Talent, die Weisheit und den Charakter seiner ernannten Amtsträger", sagte Carney. Es habe schon öfter US-Botschafter gegeben, die zuvor keine Berufsdiplomaten gewesen seien. Wintour hatte US-Präsident Barack Obama im zurückliegenden Wahlkampf beim Sammeln von Spenden zur Finanzierung seiner Kampagne geholfen.

In Deutschland ist die stilsichere Sonnenbrillenträgerin auch bekannt, weil sie mehr oder minder das Vorbild für die exzentrische Chefredakteurin in dem Hollywood-Film "Der Teufel trägt Prada" war. Eine kratzbürstige Persönlichkeit, für die Wintour verschrien ist, stünde einem Botschafterposten nicht im Wege, meinte Carney. Es habe schon vorher streitlustige US-Diplomaten gegeben.

fle/DPA / DPA
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