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Atze Schröder und Niels Ruf: Gericht weist Körperverletzungsvorwürfe als unbewiesen zurück

Im Fall des Handgemenges von Atze Schröder und Niels Ruf ist eine Entscheidung gefallen. Das Gericht wies die Kernvorwürfe Rufs zurück, entsprach dem Antrag des umstrittenen Ex-Moderators aber in Teilen.

Atze Schröder, Niels Ruf

Die beiden Streithähne: Atze Schröder (l.) und Niels Ruf

Im Streit um die Auseinandersetzung zwischen Atze Schröder und Niels Ruf ist eine Entscheidung gefallen. Das Gericht hat die Kernvorwürfe Rufs, dass Schröder ihn geschlagen, getreten oder gekratzt haben soll, zurückgewiesen. Weil Schröder sehr wohl Gewalt angedroht haben soll, weist das Gericht Rufs Antrag aber nur teilweise zurück und belegt Schröder mit einer einstweiligen Anordnung.

Der umstrittene Ex-TV-Moderator hatte vor Gericht beantragt, dass Schröder ihn nicht beleidigen, bedrohen und körperlich angreifen dürfe. Bei Verstoß sollte ihm eine Strafzahlung drohen. Außerdem verlangte Ruf ein generelles Kontaktverbot für Schröder und ein Verbot, sich ihm oder seiner Wohnung auf 50 Meter zu nähern. Atze Schröder forderte, den Antrag zurückzuweisen. Das Gericht hat sich für einen Zwischenweg entschieden: Schröder darf Ruf nun per Verordnung nicht bedrohen oder körperlich angreifen und sich ihm nicht auf drei Meter nähern. Ein Beleidigungsverbot wies das Gericht ebenso zurück wie das Kontaktverbot. Außerdem schränkte es das Annäherungsverbot deutlich ein und befristete die Anordnung zeitlich bis Ende Oktober.

Niels Ruf soll Freunde Atze Schröders antisemitisch beleidigt haben

In der Urteilsbegründung sah es die Richterin durch die Drohung Schröders als erwiesen an, dass eine potenzielle Bedrohung für Ruf von Schröder ausgehen könnte. Dieser habe selbst angegeben, dass sich bei ihm einiges "angestaut habe", weil Ruf Freunde von ihm in der Vergangenheit antisemitisch beleidigt haben soll. Da die von Ruf beschriebene Körperverletzung so aber nicht nachgewiesen werden konnte, schränkte die Vorsitzende den Beschluss deutlich ein.

Aus dem Urteil geht hervor, dass Schröder und Ruf im März in einem Kölner Hotel aneinander gerieten. Demnach entwickelte sich ein Handgemenge, bei dem sich beide an den Armen packten und Beleidigungen ausgesprochen wurden. Eine Körperverletzung fand demnach nicht statt. Schröder soll gedroht haben "Ich mach Dich fertig". Ruf sehe sich dadurch körperlich bedroht. Schröder beteuere, er habe dies im übertragenen Sinne gemeint. Ob dieser Drohung sah die Richterin die Angelegenheit nicht als Bagatelle an, stellte zugleich aber fest, dass wohl kaum echte Gefahr für Ruf von Schröder ausginge. So sei es "nicht zu erwarten", dass Schröder den 500 Kilometer entfernt lebenden Ruf aufsuchen werde.

fin
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